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Treibhausgase

Vermehrt auftretende Wetteranomalien und Extremwetterereignisse werden heute von der überwiegenden Mehrzahl der Wissenschafter auf den laufenden Klimawandel zurückgeführt. Eine treibende Kaft dafür sind vom Menschen verursachte Emissionen von sogenannten Treibhausgasen, die den Energiehaushalt der Atmosphäre durch die Absorption von Infrarot-Strahlung beeinflussen.

Zu den erfassten Treibhausgasen zählen:

  • Kohlendioxid (CO2),
  • Methan (CH4),
  • Lachgas (N2O) sowie
  • die fluorierten Treibhausgase (F-Gase).

Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen werden die Emissionswerte in CO2-Äquivalente umgerechnet. Dadurch können die unterschiedlichen Treibhauspotenziale berücksichtigt werden.

Kyoto-Reduktionsziel

Durch das Kyoto-Protokoll wurden erstmals verbindliche Treibhausgas-Reduktionsziele für die Industriestaaten festgelegt. Die Europäische Union verpflichtete sich dazu, ihre Treibhausgasemissionen bis zur Periode 2008-2012 um 8% gegenüber 1990 zu reduzieren.

 

Österreichs Reduktionsverpflichtung innerhalb der europäischen "Glockenlösung" beträgt -13%. Somit dürfen in der Kyoto-Periode von 2008 bis 2012 im Durchschnitt nicht mehr als jährlich 68,8 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente an Treibhausgasen emittiert werden. 

© Umweltbundesamt
Treibhausgase: Trend and Kyoto-Ziel 2008-2012

THG-Emissionstrend

2007 wurden in Österreich 88 Mio. Tonnen Treibhausgase (Kohlendioxid-Äquivalente) emittiert. Dies entspricht einem Emissionsrückgang um 3,9% gegenüber dem Vorjahr und einem Emissionsanstieg um 11,3% gegenüber dem Kyoto-Basisjahr 1990.

Die Emissionen lagen im Jahr 2007 rechnerisch um 19,2 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente über dem jährlichen Durchschnittswert des für 2008-2012 festgelegten Kyoto-Ziels. Unter Berücksichtigung des Emissionshandels, der Projekte aus Joint Implementation und Clean Development Mechanism (JI/CDM) sowie der Bilanz aus Neubewaldung und Entwaldung beträgt die Zielabweichung rund 8,1 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente.

 


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