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Schutz von Pflanzen und Tieren

Zum Schutz von Pflanzen und Tieren gehört auch die Erhaltung ihrer Lebensräume.

Artenschutz umfasst die Gesamtheit der Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Förderung der wildlebenden Tier- und Pflanzenwelt in ihrer natürlichen Vielfalt.

© Kurt Farasin
Helm-Knabenkraut

Aufgabe des Artenschutzes ist es, für alle Arten, besonders für die gefährdeten, Erhaltungs-, Rückzugs- und Ausbreitungsgebiete zu schaffen. Grundsatz ist, dass der Schutz der Lebensräume der Schlüssel zum erfolgreichen Artenschutz ist!

 

Der Schutz von Tier- und Pflanzenarten zählt zu den traditionellen Aufgaben des Naturschutzes. Früher beschränkte man sich lediglich auf den gesetzlichen Schutz vor unmittelbaren Zugriffen durch den Menschen (Pflücken von bestimmten Pflanzenarten etc.).

 

Heute bilden nicht mehr einzelne Individuen den Schwerpunkt im Artenschutz, sondern der Schutz von Populationen bis hin zur Gesamtheit aller Populationen einer Art (Tierquälerei fällt hingegen in den Zuständigkeitsbereich des Tierschutzes).

Aufgrund der spezifischen Bindung von Arten an ihren Lebensraum oder an eine Vielfalt von spezifischen Teillebensräumen sollte Artenschutz sinnvollerweise durch verstärkte Bestimmungen zum Lebensraumschutz ergänzt werden.


Kampagne "vielfaltleben": Gemeinsam für den Erhalt der Biologischen Vielfalt

Mit der Kampagne vielfaltleben starten Lebensministerium, NATURSCHUTZBUND, WWF und Birdlife ein noch nie da gewesenes, breit angelegtes Programm zur Bewahrung der Biologischen Vielfalt in Österreich. Bis 2010 soll der Verlust an Biodiversität aufgehalten werden.

 

Dafür werden zahlreiche Schutzprojekte in ganz Österreich, ein dichtes Gemeinde-Netzwerk und eine hochrangige vielfaltleben-Allianz sorgen. „Botschafter der Biologischen Vielfalt" sind 21 Prominente, die sich für die bedrohten Arten einsetzen.


Biodiversitätsziel 2010: Der Countdown für die Erhaltung von Arten, Genen und Ökosystemen läuft!

Um dem weltweiten Verlust biologischer Vielfalt (Gene, Arten und Lebensräume) und um der weiteren Degradation von Ökosystemen entgegen zu wirken, beschlossen die Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention im Jahr 2002 das „2010-Ziel“: Die Rate des Verlustes der biologischen Vielfalt soll bis zum Jahr 2010 signifikant reduziert werden. Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft wurde 2001 ein noch strengeres Ziel festgelegt:

 

Der Verlust an biologischer Vielfalt soll bis zum Jahr 2010 gestoppt werden! In Österreich wurde am 21. Juni 2007 von prominenten Vertretern aus allen Bereichen der Gesellschaft ein Artenschutz-Pakt unterzeichnet.

Globale Strategie zur Erhaltung der Pflanzen

Beim sechsten Treffen der Vertragsstaaten bei der Biodiveristätskonferenz in Den Haag (2002) wurde die "Global Strategy for Plant Conservation" verabschiedet. Kernstück dieser Strategie ist der Schutz der Pflanzenvielfalt Europas. In der Strategie werden aber auch die nachhaltige Nutzung, der Vorteilsausgleich und der Aufbau fachlicher Kapazitäten mit berücksichtigt. Die Strategie umfasst 16 Ziele.

Artenreiches Österreich

Durch die topographische Vielfalt und dem Zusammentreffen verschiedener biogeographischer Regionen verfügt Österreich über eine artenreiche Fauna und Flora. In Bezug auf die autochthonen Tier- und Pflanzenarten ist Österreich im mitteleuropäischen Vergleich eines der artenreichsten Länder, bei den Blütenpflanzen und Farnen überhaupt das artenreichste.

Die Anzahl der Farn- und Blütenpflanzen umfasst in Österreich ca. 2.950 Arten (inklusive der ausgestorbenen und verschollenen Arten). 1.187 Pflanzenarten (40,2%) stehen auf der Roten Liste (Niklfeld 1999).

 

Die Tierwelt Österreichs umfasst 45.870 Tierarten, der Anteil der wirbellosen Tiere beträgt 98,6% (Geiser 1998). Die Bestandsgefährdung wurde bisher von 10.882 Arten beurteilt, davon sind 2.804 Tierarten einer Gefährdungskategorie der Roten Liste zugeordnet (Gepp 1994).

 

Im Bundesland Vorarlberg existieren rund 1.600 Pflanzen- und 30.000 Tierarten (Landespressestelle Vorarlberg, 17.4.2007).


Artenschutzkampagne "111 mal überLEBEN!"

Vom Alpenbock bis zur Würfelnatter: Im Zentrum der Kampagne überLEBEN stehen 111 gefährdete heimische Tier- und Pflanzenarten - stellvertretend für alle anderen, die sich auf den heimischen Roten Listen befinden.

 


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