Kampagne vielfaltleben
Gemeinsam für den Erhalt der biologischen Vielfalt
Umweltminister Berlakovich gab am 26. Jänner 2009 gemeinsam mit den drei größten Naturschutzorganisationen, NATURSCHUTZBUND Österreich, WWF Österreich und BirdLife Österreich den Startschuss für eine der größten Initiativen im Natur- und Artenschutz, die in Österreich jemals gesetzt wurden: Die Kampagne vielfaltleben.
Bis Ende 2010 soll damit ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation vieler bedrohter Pflanzen und Tiere und zur Sicherung der Artenvielfalt geleistet werden. Dafür sorgen zahlreiche über ganz Österreich verstreute Schutzprogramme, ein dichtes Gemeinde-Netzwerk und eine Allianz aus hochrangigen Vertretern von Politik, Wirtschaft und Kultur. Stellvertretend für Österreichs Vielfalt stehen 20 bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Die 21. Art ist der Mensch, um zu dokumentieren, dass es sich bei der Erhaltung der Biologischen Vielfalt nicht um ein „Orchideenthema“, sondern um die Überlebensstrategie der Natur handelt. Prominente Personen übernehmen die Patenschaften für 21 bedrohte Arten.
Biologische Vielfalt ist Leben
Biologische Vielfalt ist das Erfolgsgeheimnis der Natur. Je mehr Tier- und Pflanzenarten es gibt, desto höher die Chance, dass Anpassung und Fortpflanzung gelingen und Leben weiter besteht. Das gilt beispielsweise auch für extreme Veränderungen wie den globalen Klimawandel. Die Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme – sie ist die Lebensversicherung der Natur und letztendlich auch für uns Menschen.
Dazu Umweltminister Berlakovich: „Gerade in Zeiten der Krisen – sei es Wirtschafts- oder Finanzkrise, Klima- oder Energiekrise – müssen wir uns verstärkt auch auf unsere Werte und Schätze besinnen. Österreich kann sich glücklich schätzen, zu den artenreichsten Ländern Europas zu gehören. Wir haben uns - gemeinsam mit allen anderen Ländern der Europäischen Union - dazu verpflichtet, dieses unvergleichbare und einzigartige Naturerbe zu erhalten; vor allem auch für unsere Nachkommen.“
Ziele der Kampagne
Zentrales Ziel von vielfaltleben ist es, effektive Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der am meisten gefährdeten Arten und Lebensräume in Österreich zu leisten. Schutzprojekte in ganz Österreich sichern den Fortbestand von Feldhamster, Osterluzeifalter und Co., wobei ein besonderer Schwerpunkt auf vier Hotspot-Regionen gelegt wird, wie etwa Neusiedler See oder Oberes Inntal.
„Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg liegt in dem breiten Netzwerk an Partnern, die die Kampagne unterstützen. vielfaltleben bindet alle ein: Vom Minister bis zum Gemeindebürger, vom Prominenten bis zum Wirtschaftstreibenden, vom Landwirt bis zum Wissenschaftler. Wenn alle am gleichen Strang ziehen, wird es auch möglich sein, unsere Verpflichtungen im Biodiversitätsschutz zu erfüllen“, erläutert Eberhard Stüber, Präsident des Naturschutzbundes.
Angelehnt an das Zitat von Goethe „Man sieht nur, was man weiß“ gilt im Natur- und Umweltschutz: Man achtet und schützt nur, was man kennt und versteht. Es ist daher auch ein weiteres Ziel der Kampagne, das Wissen um die Bedeutung der Arten- und Lebensraumvielfalt für das tägliche Leben, für unsere Volkswirtschaft und das Wohlergehen Aller zu stärken. Eine breit angelegte Öffentlichkeits-Kampagne wird die Biologische Vielfalt zum allgemeinen Thema machen, an dem kaum ein Österreicher bis zum Jahr 2010 vorbeikommt.
Leitarten – Stellvertreter für Hunderte Weitere
Im Zentrum der Kampagne stehen 21 bedrohte Leitarten, vom kleinen Moorbewohner Sonnentau bis zum österreichischen Wappentier, dem Seeadler. Im Jahr 2010 wird ein wichtiger Schritt zum Fortbestand dieser einmaligen, stark gefährdeten Tier- und Pflanzenarten gemacht sein. Auch der Mensch findet sich in diesem Ensemble wieder, denn wir sind ebenfalls Teil des Netzwerks des Lebens und unmittelbar mit dem Schicksal der Anderen verbunden.
vielfaltleben - Jeder kann etwas beitragen
„Sei es in Form von Patenschaften oder in Form von konkreten Aktivitäten und Projekten im eigenen Garten, vor Ort, in den Gemeinden und Städten - Artenschutz betrifft uns alle“, so der Umweltminister abschließend. „Ich lade daher Alle ein, mitzutun!“
Quelle: Auszug aus der Pressemeldung des Lebensministeriums, 26. Jänner 2009
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