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Geotopschutz und nachhaltige Regionalentwicklung

© Irene Oberleitner
Versteinerte Fossilien

Ein Geopark ist keine gesetzlich verankerte Schutzkategorie sondern ein Prädikat für Gebiete, die über ein besonders reichhaltiges geologisches Erbe sowie über eine Strategie zur nachhaltigen Regionalentwicklung verfügen.

 

Ein Geopark muss nicht ausschließlich auf geologische Potenziale fixiert sein. Es können auch archäologisch, ökologisch und kulturell bedeutende Stätten integriert und in einem Netzwerk verbunden werden.

In Europäischen Geoparken werden folgende Ziele angestrebt:

  • Umweltbildung für eine breite Öffentlichkeit mit einem inhaltlichen Schwerpunkt auf gebietsspezifische Geothemen.
  • Regionale Wertschöpfung durch nachhaltige geotouristische Angebote.
  • Unterstützung und Förderung der wissenschaftlichen Forschung innerhalb des Parks.

 

Das Netzwerk der Europäischen Geoparke wurde im Jahr 2000 etabliert. Es gewährleistet den fachlichen Austausch sowie die Entwicklung von Qualitätsstandards und Kontrollen zu deren Erhaltung. Ziel ist, die Nachhaltigkeit der geotouristischen Angebote sicher zu stellen. Mittlerweile umfasst das Netzwerke 25 Gebiete in zehn europäischen Ländern.

 

Im Februar 2004 wurde in Paris ein UNESCO Netzwerk nationaler Geoparke ins Leben gerufen. Dieses vereinigt (auf Antrag) weltweit Geoparke. Diese müssen definierte Kriterien erfüllen: Nachhaltigkeit, Sicherung des geologischen Erbes, touristische Aufbereitung, wissenschaftliche Arbeiten, gemeinsames Marketing. 2009 sind 18 Staaten mit insgesamt 58 Geoparks Mitglied.

 

Die UNESCO-Anerkennung wird als entscheidend angesehen, um das öffentliche Bewusstsein für das geologische Erbe zu steigern sowie um internationale Anerkennung und einen effektiven politischen Einfluss zu erreichen.

Geoparke in Österreich

In Österreich ist der Naturpark Steirische Eisenwurzen der erste von der UNESCO anerkannte internationale Geopark.  

 


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