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Nationalparks in Österreich
 Nationalpark Hohe Tauern: Obersulzbachtal
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Nationalparks sind aus ökologischer Sicht besonders wertvolle Schutzgebiete: Hier hat die Natur absoluten Vorrang! Sechs der ökologisch wertvollsten Regionen Österreichs sind international anerkannte Nationalparks.
Der Nationalpark Hohe Tauern war der erste Nationalpark Österreichs. Er wurde 1981 errichtet. 2006 wurde sein 25-jähriges Bestehen gefeiert.
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Die Nationalparks Österreichs bieten jedes Jahr verschiedenste Aktivitäten an. Die BesucherInnen können die Besonderheiten der Nationalparks z.B. auf einer geführten Wanderung entdecken. |
In Österreich bestehen sechs international anerkannte Nationalparks. Es ist in Österreich ein besonderes Anliegen, die Nationalparks nach den Kriterien der Welt-Naturschutzunion IUCN für Kategorie II ("Nationalpark") auszurichten:
"Ein Nationalpark ist ein natürliches Landgebiet oder marines Gebiet, das ausgewiesen wurde, um die ökologische Unversehrtheit eines oder mehrerer Ökosysteme im Interesse der heutigen und kommenden Generationen zu schützen, um Nutzungen oder Inanspruchnahmen, die den Zielen der Ausweisung abträglich sind, auszuschließen, und um eine Basis für geistig-seelische Erfahrung sowie Forschungs-, Bildungs- und Erholungsangebote für Besucher zu schaffen. Sie alle müssen umwelt- und kulturverträglich sein."
IUCN- Kategorie II (Nationalpark): Schutzgebiet, das hauptsächlich zum Schutz von Ökosystemen und zu Erholungszwecken verwaltet wird.
In einem Nationalpark sollen natürliche Entwicklungen möglichst ungestört ablaufen. Sie sind dadurch bestens geeignete Forschungsräume für Bestandsaufnahmen, ökologische Langzeituntersuchungen und Dauerbeobachtung (Monitoring). |
Nationalpark-ZonierungSoweit es der Schutzzweck erlaubt, sollen Nationalparke der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden: Naturtourismus, Lehre und Forschung. Dies bedeutet, dass ein Nationalpark auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein muss. (Im Gegensatz z.B. zu Wildnisgebieten oder strengen Naturreservaten, die in die IUCN-Schutzgebietskategorie I fallen.) Mit den Einnahmen aus dem Naturtourismus können Schutzmaßnahmen für Tiere und Pflanzen finanziert werden.
Um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, werden Nationalparke in zwei Zonen eingeteilt: - Kernzone: Mindestens 75% der Nationalparkfläche müssen in weitgehend unberührten Zustand sein und dürfen keiner Nutzung unterliegen.
- Bewahrungs-, Puffer- oder Managementzone: Diese schützt die unberührte Kernzone vor menschlichen Aktivitäten außerhalb des Nationalparks. In dieser Zone kann ein naturräumliches Management durchgeführt werden, sofern es nicht in Widerspruch zu den Zielen des Nationalparks steht. Eingriffe zur Bewahrung und Förderung der biologischen Vielfalt (Gene, Arten, Ökosysteme) sind in dieser Zone erlaubt.
Diese Zonierung entspricht den Vorgaben der IUCN. |
NationalparkideeDie Nationalparkidee wurzelt in den Naturlandschaften Nordamerikas. Nationalparks sollten ursprünglich großartige Naturszenarien und eindrucksvolle Wildtierbestände vor Erschließung und Ausbeutung bewahren. 1872 wurde in den USA der erste Nationalpark der Welt, der Yellowstone National Park, gegründet. |

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Nationalparks AustriaIn Nationalparks hat Naturschutz absoluten Vorrang. Nationalparks erhalten die letzten Reste ursprünglicher Natur und sichern jene Ökosysteme, in denen die natürliche Dynamik noch vorherrscht oder sich wieder einstellen kann. Durch dieses "Dynamik-Konzept" unterscheiden sich die Nationalparks von den übrigen Schutzgebieten (außer Wildnisgebiete), die vielfach durch menschliche Nutzung geprägte Lebensräume enthalten. |
Nationalparks sind in Österreich letztlich auch für die Regionalentwicklung von Bedeutung und entwickeln sich immer mehr zu Leitprojekten in den Regionen. Sie fördern die Bewusstseinsbildung im Umweltschutz, und geben Gewerbe und Tourismus neue Impulse. Mit "Nationalparks Austria" wurde eine eigene Dachmarke als Werbe- und Imageträger geschaffen.
Erholung und Bildung wird in den Nationalparks ein breiter Raum eingeräumt. Im Vordergrund steht, Menschen für die Natur zu sensibilisieren, verbunden mit einem erlebnisreichen Aufenthalt in einem Nationalpark.
Die Gesamtfläche der sechs international anerkannten österreichischen Nationalparks beträgt rund 2.353 km2, das sind 2,8% der Staatsfläche (Stand 2009). Die internationale Anerkennung erfolgte nach den Kriterien der Weltnaturschutzunion IUCN für die Kategorie II "Nationalpark". |
Nationalpark Nockberge ohne internationale AnerkennungDer Nationalpark Nockberge (Kärnten) wird der IUCN Kategorie V - Kulturlandschaft zugeordnet. Dieser sollte daher in einen Biosphärenpark umgewandelt werden. 2006 beauftragte die Nationalparkverwaltung Nockberge die Erarbeitung des Planungsprozesses sowie die begleitende Öffentlichkeitsarbeit. 2007 fanden zahlreiche Informationsabende in der Region statt.
Im November 2007 wurde die Umwandlung des Nationalparks in einen Biosphärenpark jedoch gestoppt. Zu wenige Grundeigentümer waren bereit, Flächen in die Naturzone einzubringen, um die für eine internationale Anerkennung als Biosphärenpark benötigten 2.500 Hektar zu erreichen. Die Nockberge bleiben somit Nationalpark, allerdings ohne Aufnahme in der IUCN Kategorie II. |
Die österreichischen Nationalparks in chronologischer Reihenfolge ihrer Errichtung: - Hohe Tauern (1981 Kärnter Anteil, 1984 Salzburger Anteil, 1992 Tiroler Anteil)
- Neusiedler See-Seewinkel (1993, grenzüberschreitend mit Ungarn)
- Donau-Auen (1996)
- Oberösterreichische Kalkalpen (1997)
- Thayatal (1999, grenzüberschreitend mit Tschechien)
- Gesäuse (2002)
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Nationalparks in Österreich
| Nationalpark |
IUCN-Kategorie |
Bundesländer |
Fläche in km2 (gerundet) |
| Donau-Auen |
II |
Niederösterreich, Wien |
93 |
| Hohe Tauern |
II |
Kärnten, Salzburg, Tirol |
1836 |
| Neusiedler See - Seewinkel |
II |
Burgenland |
91 |
| Thayatal |
II |
Niederösterreich |
13 |
| Kalkalpen |
II |
Oberösterreich |
209 |
| Gesäuse |
II |
Steiermark |
111 |
| Summe |
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2353 | |
 Übersichtskarte
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IUCN-Kategorie II: Nationalpark
Quelle: Umweltbundesamt, 2009
Informationen über alle Nationalparks Österreich bietet die Internetseite » Nationalparks Austria |
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Paar, M. et al. (2003): Nationalparks in Österreich. Broschüre des Lebensministeriums, Wien.
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