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Anforderungen an eine Schutzgebietsbetreuung in Österreich

© Umweltbundesamt

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, den Verlust an biologischer Vielfalt (Gene, Arten, Lebensräume) bis zum Jahr 2010 zu stoppen. Dieses hohe Ziel sollte zumindest in den Schutzgebieten erreicht werden. Ihre naturschutzfachliche Qualität muss unbedingt erhalten werden. Ohne Schutzgebietsbetreuung ist das nicht möglich.

In Österreich sind viele Schutzgebiete sich selbst überlassen. Hoheitlich verordnete Vorschriften stellen zwar einen notwendigen Handlungsrahmen dar, dieser reicht aber nicht aus, um die Qualität von Schutzgebieten langfristig zu sichern. In einigen Bundesländern gibt es bereits Ansätze für ein professionelles Schutzgebietsmanagement, wie z.B. eigene Verwaltungen für große Schutzgebiete oder Vereine, die Schutzgebiete betreuen.

 

Die Etablierung einer Schutzgebietsbetreuung kommt auch internationalen Vorgaben nach, wie z.B. dem „Protected Areas Programme of Work“ der Biodiversitätskonvention sowie der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union.

 

Die österreichische Naturschutzplattform hat im Jänner 2007 die Anforderungen an eine flächendeckende Schutzgebietsbetreuung zusammengestellt. Diese sind im Grundsatzpapier „Schutzgebietsbetreuung in Österreich“ enthalten. Die Eckpunkte sind Managementpläne, Bestandsaufnahmen, Monitoring, Einbeziehung aller Betroffenen und Beteiligten, Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung. Ziel ist die flächendeckende Betreuung der österreichischen Schutzgebiete, wie sie z.B. im Bundesland Tirol bereits durchgeführt wird.

 

Die österreichische Naturschutzplattform wurde 2002 auf Initiative des Umweltbundesamt gegründet. Die Plattform setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer, des Lebensministeriums, der Universität Wien, der NGOs, der Umweltanwaltschaften und der Österreichischen Bundesforste. Die Naturschutzplattform setzt sich für die Entwicklung des Naturschutzes in Österreich ein.

 


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