LTER Zöbelboden

© Roland Mayr

LTER (Long-term Ecological Research) Zöbelboden ist ein kleines, bewaldetes Wassereinzugsgebiet im Reichraminger Hintergebirge. Seit 1992 erfolgt dort ein umfassendes Ökosystemmonitoring im Rahmen der Genfer Luftreinhaltekonvention an der Verminderung der grenzüberschreitenden Luftverschmutzung in Europa.

Unter der Schirmherrschaft der Europäischen Wirtschaftskommission (UN-ECE) arbeiten 49 Staaten im Rahmen der Genfer Luftreinhaltekonvention an der Verminderung der grenzüberschreitenden Luftverschmutzung in Europa. Diesem Zweck dient u.a. das Programm zur „Umfassenden Beobachtung der Wirkung von Luftverschmutzung auf Ökosysteme“, kurz „Integrated Monitoring“ (ICP-IM).

Gleichzeitig ist der Standort ein Knotenpunkt für viele nationale und internationale Umweltmonitoringnetze. Das Umweltbundesamt hat die Leitung über, die Arbeiten vor Ort erfolgen gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen und den Österreichischen Bundesforsten. 

LTER Zöbelboden dient Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen als Forschungsstandort.  Er ist Beitrag zu LTER Austria und wird laufend in die Forschungsinfrastruktur der Europäischen Union integriert.

Im „Integrated Monitoring“ wählen die teilnehmenden Staaten wichtige, sensible Naturräume (wie z.B. die „Nördlichen Kalkalpen“ in Österreich) aus, um nationale Flächen zur Langzeitbeobachtung einzurichten. Diese Flächen von ca. einem Quadratkilometer sind gut abgrenzbare Kleinökosysteme. Bei voller Umsetzung des Programms werden ökologische Effekte von Stickstoff- und Schwefelemissionen, Ozon, Schwermetallen und persistenten organischen Schadstoffen erfasst. Darüber hinaus sind die ökosystemaren Folgen von Klimawandel und Verlusten an biologischer Vielfalt erfassbar. Mit europaweit vereinheitlichten Methoden werden die Stoffeinträge durch Luft und Niederschläge gemessen, die langfristigen Veränderungen des Ökosystems über Jahrzehnte untersucht und die Austräge von Stoffen durch Oberflächengewässer und ins Grundwasser erhoben.

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