Dioxine und Furane

Diese Schadstoffgruppe umfasst 75 polychlorierte Dibenzo-p-dioxine (PCDD) und 135 polychlorierte Dibenzofurane (PCDF) mit ähnlichen Eigenschaften (Kongenere). Im Säugetierorganismus und damit auch im Menschen wirken von diesen 210 Substanzen 17 besonders toxisch.

Dioxine - wie auch Furane - entstehen als unerwünschtes Nebenprodukt bei einer Vielzahl von industriellen Prozessen und Verbrennungsvorgängen.

Weltweites Aufsehen erregte diese Schadstoffgruppe durch den schweren Unfall in einer Chemiefabrik in Seveso (Italien) im Jahr 1976.

Emissionstrend 1990-2009

© Umweltbundesamt Dioxinemissionen 1990 bis 2009 Dioxinemissionen 1990 bis 2009

Im Zeitraum 1990 bis 2009 konnten die Dioxinemissionen um 78% auf etwa 36 Gramm reduziert werden, wobei die größten Reduktionen Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre erzielt wurden. 

 

Die Luftreinhalteverordnung führte zur Umsetzung umfangreicher Maßnahmen zur Emissionsminderung in der Industrie und in Müllverbrennungsanlagen.

 

Nähere Informationen, u.a. zur sektoralen Aufteilung der Emissionen, sind im Bericht "Emissionstrends 1990-2009 zu finden. Dieser ist auf der Seite "Aktuelle Emissionsberichte" abrufbar.

Immissionssituation in Österreich

© Umweltbundesamt PCDD/F Wien AKH PCDD/F Wien AKH

Nach mehreren Messkampagnen an ausgewählten Standorten wurde 1997 mit einem österreichweiten Dioxin-Immissionsmonitoringprogramm begonnen, das die regelmäßige Bestimmung der Luftkonzentrationen von PCDD/F (polychlorierte Dibenzodioxine und Furane) und PCB (polychlorierte Biphenyle) an acht Messstellen in Österreich beinhaltet.

 

Mit einer Zyklusdauer von 3 Jahren wurde 2003 nun der zweite Messzyklus abgeschlossen.

Die Daten der Messkampagnen von 1997 bis 2002 lassen mit viel Vorsicht einen leichten Abwärtstrend erkennen. Für eine Bewertung der PCB-Immissionskonzentrationen ist der untersuchte Zeitraum noch zu kurz, um Trends zu erkennen.