Uran in Quellwässern

Wasserproben aus dem Toten Gebirge

Ein in der Prüfstelle entwickeltes, sehr leistungsstarkes massen-spektrometrisches Verfahren wurde eingesetzt, um in rund 20 Grundwasserproben aus dem Toten Gebirge den Urangehalt zu bestimmen. Erfreulicherweise lagen die Urangehalte durchwegs sehr niedrig.  

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Richtwert vom 15 µg Uran pro Liter Trinkwasser. Die im Entwurf befindliche deutsche Trinkwasserverordnung sieht einen Grenzwert von 10 µg Uran pro Liter vor. Durch diesen Schritt hat die Diskussion um Uran in Wasser auch in Österreich in den letzten Jahren an Aktualität gewonnen. 

© Umweltbundesamt/Trimbacher

Generell geht man davon aus, dass man mehr Uran in Grundwässern findet, die im Kontakt mit relativ Uran-reichen Gesteinen wie Graniten und Gneisen stehen (z.B. in den Zentralalpen – Hohen Tauern, und in der Böhmische Masse – Mühl- und Waldviertel). In den Karbonaten sollten die Gehalte gering sein. Nur in manchen Dolomiten (z.B. Hauptdolomit) soll der Urangehalt höher sein.

 

Österreich ist bekannt für seinen Einsatz und seine Vorreiterrolle in Punkto Wasserqualität. Bis dato gibt es für Uran keinen Grenzwert in der österreichischen Trinkwasserverordnung. Da die Konzentration an Uran in Wasser sehr stark von der geologischen Herkunft bestimmt ist, ist gerade für den inneralpinen Raum eine Überprüfung des Urangehaltes im Quellwasser sinnvoll.