Diesel wird zum wachsenden Problem
Ultrafeiner Staub gefährdet die Gesundheit
Drei von fünf neugekauften PKW sind in Österreich Dieselfahrzeuge. Damit wächst auch das Problem des ultrafeinen, ausgestossenen Staubes (Partikel), der sich in der menschlichen Lunge festsetzen kann. Moderne Partikelfilter können diese Stoffe zum größten Teil aus dem Abgas filtern.
Immer mehr Autohersteller statten ihre Dieselfahrzeuge serienmäßig mit Partikelfiltern aus. Dies ist eine Reaktion auf die Diskussionen über die gesundheitsgefährdende Wirkung der ultrafeinen Partikel, die von Dieselfahrzeugen ausgestoßen werden. Diese feinen Teilchen können tief in die Lunge eindringen und stehen in Verdacht, krebserregende Wirkung zu besitzen.
Partikelfilter nehmen die feinen Partikel beinahe zur Gänze aus dem Abgas auf, in weiterer Folge werden die Partikel abgebrannt – sonst würde der Filter verstopft werden.
Die derzeitigen Grenzwerte regeln das Problem nicht
Die bestehende Abgas-Grenzwertgesetzgebung geht auf dieses Problem nicht ein. Die Grenzwerte beziehen sich auf die Masse im gesamten, die feinen Partikel "wiegen" aber in Summe praktisch nichts. Die Grenzwertgesetzgebung berücksichtigt nicht die Zahl der Partikel.
Partikel – ein Problem von Dieselfahrzeugen
Der Ausstoß von Partikeln hängt stark von der Art des Verbrennungskraftmotors ab. Benzinmotoren herkömmlicher Art stoßen nur wenig Partikel aus. Ganz anders verhält es sich bei Dieselmotoren: Die Art und Zusammensetzung des Treibstoffs, unter anderem auch der Schwefelgehalt, beeinflussen den Partikelausstoß stark.
Dieselfahrzeuge liegen stark im Trend, damit wächst auch das Partikelproblem. Rund 60% der neu zugelassenen PKW sind Dieselfahrzeuge. Auch LKW fahren in der Regel mit Diesel. Ein nicht unwesentlichen Anteil (rund die Hälfte) am Partikelausstoß aus dem Verkehr ist allerdings auf spezielle Straßenfahrzeuge wie Baumaschinen, Motorkarren und ähnliche zurückzuführen, die meist über einen überdurchschnittlich großen Dieselmotor verfügen.
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