Mechanisch-Biologische Abfallbehandlung
Die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) wird in Österreich - neben der direkten thermischen Behandlung - zur Vorbehandlung von Siedlungsabfällen und ähnlichen Gewerbeabfällen vor einer Deponierung bzw. vor einer weiteren thermischen Behandlung eingesetzt.
Durch verschiedene mechanische Behandlungs-schritte und eine in der Regel nachfolgende biologische Behandlung kann ein reaktionsarmer Abfall erzeugt werden, der entsprechend den Anforderungen der Deponieverordnung abgelagert werden darf. In Österreich werden dabei nur aerobe biologische Verfahren mit Frischluft- oder Abluftluftzufuhr in den Rotteprozess angewendet. Neben der Vorbehandlung vor einer Deponierung kann die MBA auch mit der Zielsetzung der Vorbehandlung von Abfällen vor einer thermischen Behandlung betrieben werden, wobei dabei die Abfälle zur weiteren thermischen Behandlung entweder abgetrennt oder trockenstabilisiert werden.
Im Jahr 2009 standen in Österreich 16 MBA-Anlagen mit Aerob-Technologie unterschiedlicher technischer Ausstattung in Betrieb. Bei der Behandlung fällt - in Abhängigkeit von der Betriebsweise und von der Art der behandelten Abfälle - rund 29 % der eingesetzten Abfallmenge als Deponiefraktion an, etwa 45 % werden als heizwertreiche Fraktion abgetrennt. Zusätzlich werden im Verfahrensprozess Stör- und Wertstoffe in geringeren Mengen (u. a. Eisen- und Nichteisen-Metalle) abgeschieden. Der Rest verlässt die Anlage im Idealfall als Wasserdampf und Kohlendioxid, die im Zuge der biologischen Abbauvorgänge entstehen (so genannter Rotteverlust). Im Regelfall befinden sich in der Abluft aber auch Methan und andere organische sowie leichtflüchtige Verbindungen, die eine Abluftreinigung erforderlich machen.
Anlagenstandorte 2007 zur ausschließlich mechanischen Behandlung
Statuserhebung und Anlagenbetreiber 2007, Technische Verfahrensabläufe und Input- bzw. Outputmengenströme ausgewählter Anlagen.
Ist-Stand der MBA in Österreich - Zustandbericht 2006
Aktueller Status der behandelten Abfallmengen und -arten, Outputmengen und -fraktionen, Verfahrenstechnologien und rechtlichen Rahmenbedingungen.
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