Abfallvermeidungsprogramm

Entsprechend den Vorgaben der Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG) und des Abfallwirtschaftsgesetzes enthält der Bundes-Abfallwirtschaftsplan (BAWP) ein Abfallvermeidungsprogramm.

Die Zielsetzung

Das Ziel des Programms ist,

  • durch die Reduktion der Schadstoffe in den Abfällen,
  • durch die Verringerung der Abfallmassen und
  • durch eine effiziente Förderung der Verwertung von Abfällen

zu einer gesunden Umwelt sowie zu einer nachhaltigen, Ressourcen schonenden Kreislaufwirtschaft Österreichs beizutragen.

Die entsprechenden abfallwirtschaftlichen Maßnahmen mussten identifiziert und zu einem wirkungsvollen Abfallvermeidungsprogramm zusammengefasst werden.

Die Entwicklung des Programms

Zunächst unterstützte das Umweltbundesamt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in einem 7-stufigen Konsensfindungsprozess, der unter Einbindung von Abfallwirtschaftsexpertinnen und -experten aus Wissenschaft, Interessensverbänden und öffentlicher Verwaltung zur Abfallvermeidungs- und -verwertungsstrategie 2006 führte. Basierend auf den Erfahrungen mit der Umsetzung dieser Strategie wurde in weiterer Folge das Abfallvermeidungsprogramm 2011 formuliert.

 

Im Zeitraum 2015-2016 wurden die Maßnahmen des Abfallvermeidungsprogramms evaluiert und das Abfallvermeidungsprogramm 2017 erarbeitet. Dabei wurden aktuelle Trends in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft ebenso berücksichtigt wie die Anforderungen der neuen Abfallrahmenrichtlinie und Fachdiskussionen.

In mehreren Detailstudien wurden folgende Abfallströme bzw. Instrumente einer genaueren Analyse unterzogen:

  • Baurestmassen;
  • Aschen, Schlacken, Stäube;
  • Getrennt gesammelte und hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie (erstellt von GUA);
  • Lebensmittelabfälle (erstellt von BOKU);
  • Dienstleistung statt Produkt;
  • Die Produzentenverantwortung (erstellt von ecologic).
  • Das Abfallwirtschaftskonzept
  • Der Gebäudepass (in Kooperation mit RMA).

 

Handlungsfelder

 

Das Abfallvermeidungsprogramm ist in folgende Handlungsfelder gegliedert:

  • Vermeidung von Baurestmassen
  • Abfallvermeidung in Betrieben und anderen Organisationen
  • Abfallvermeidung in Haushalten
  • Vermeidung von Lebensmittelabfällen
  • Re-Use