Verunreinigung des Trinkwassers

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Die Trinkwasserversorgung Österreichs erfolgt zu mehr als 99% mit Grundwasser und zwar etwa zu gleichen Anteilen aus Quellwasser und Porengrundwasser. 13–15% der Haushalte beziehen ihr Trinkwasser durch eigene Hausbrunnen. Der Qualität des Grundwassers kommt deshalb eine sehr hohe Bedeutung zu.

 

Von allen Gesundheits- bzw. Umweltgefährdungen, die von Altlasten ausgehen können, sind Grundwasserkontaminationen am bedeutendsten.

Schadstoffe, die in abgelagerten Abfällen enthalten sind, bzw. umweltgefährdende Stoffe, die durch Manipulationsverluste an industriellen oder gewerblichen Standorten in den Boden kommen, können über natürliche Ausbreitungsvorgänge vom Boden ins Grundwasser gelangen. Diese Ausbreitungsmechanismen sind sehr komplex und in den meisten Fällen nicht genau vorhersehbar. Besonders dann, wenn kontaminierte Grundwässer für Trinkwasserzwecke genutzt werden, sind sofortige Maßnahmen wie Verbot der Trinkwassernutzung, Verhinderung einer weiteren Ausbreitung bzw. die Sanierung der Altlasten zu erwägen.

 

In ca. 98% der als Altlasten im Altlastenatlas gem. Altlastensanierungsgesetz ausgewiesenen Fälle wurde eine Beeinträchtigung der Grundwasserqualität festgestellt – ca. 26% der als Verdachtsflächen gemäß Altlastensanierungsgesetz registrierten Altablagerungen und Altstandorte liegen in Grundwasserschon- und ca. 10% liegen in Grundwasserschutzgebieten.

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