Anwendungen von Nanomaterialien

© Prof. Dr. Eleonore Fröhlich, MedUni Graz

Die Anwendungen und möglichen Einsatzgebiete von Nanomaterialien sind vielfältig und breitgestreut:

  • Werk- und Baustoffe wie Kunststoffe, Keramik oder Zement: Zusätze aus Nanomaterialien verbessern die Eigenschaften, sodass eine höhere Lichtbeständigkeit, Kratz-, Zug-, oder Bruchfestigkeit erzielt werden kann.
  • Farben, Lacke, Oberflächenbeschichtungen: zur Bildung biozider oder nicht benetzender Oberflächen, für kratzfeste Schichten, Anti-fingerprint Schutz etc.
  • Industrie: Einsatz als Katalysatoren zu Erleichterung chemischer Prozesse
  • Verkehr, Luft- und Raumfahrt: Herstellung leichter und belastungsfähiger Materialien
  • Elektronik und Sensorik: leistungsfähigere Computer, LEDs (Light Emitting Diodes), optische Kristalle etc. können hergestellt werden. 
  • Energie: Solarzellen, Brennstoffzellen, Wasserstoffspeicher etc. 
  • Fasern und Textilien: Schutzwesten, Schutzkleidung, Filter, Unterwäschen, Socken, Schuhe etc. 
  • Alltagsgegenstände: Waschmaschinen, Kühlschränke, Teller, Töpfe 
  • Kosmetik und Pflegeprodukte: Sonnencremes, Wimperntusche, Make-Up, Deodorants, Zahnpasten etc. 
  • Medizin und Pharmazie: Beschichtung von Implantaten, Tumorbehandlung, Markersubstanzen, Zahnersatzmaterialien etc. 
  • Lebensmittel: Lebensmittelfolien, beschichtete Aufbewahrungsbehälter 
  • Sport und Freizeit: Fahrräder, Tennisschläger, Golfbälle, Sonnenbrillen 
  • Umweltreinigung: Bindemittel von Umweltgiften, Reinigung von Abwässern und Abgasen 
  • Neue Innovationen: intelligente Systeme etc.

 

Ein und dasselbe Nanomaterial kann für verschiedenste Anwendungen eingesetzt werden - als grobe Einteilung können je nach Material folgende Typen unterschieden werden:

  • Kohlenstoffbasierte Nanomaterialien wie Kohlenstoffröhrchen, Fullerene, Industrieruß, Nanodiamanten, Nanocarbide etc.
  • Nano-Metalle/Legierungen wie Nanosilber, Nanogold, Nanoeisen etc.
  • Nano-Keramiken wie Nano-Titandioxid, Nano-Siliziumdioxid, Nano-Aluminiumoxid etc.
  • Nano-Halbmetalle wie z.B. Cadmiumselenid
  • Nano-Komposite: Kombination von Nanoteilchen mit anderen Materialien
  • Nano-Polymere aus z.B. Kautschuk
  • Biologische Nanomaterialien z.B. aus Proteinen, Pharmazeutika etc.
  • Nano-Gläser