Die Ursprünge der Anwendung von Nanomaterialien
Die Nutzung und Herstellung kleinster Teilchen geht weit in die Menschheitsgeschichte zurück und ist keine Erfindung der Neuzeit. Die Anfänge begannen wohl mit der Nutzung von Ruß als Pigment für Höhlenmalereien. Selbst in der Antike und im Mittelalter wurden schon bei zufällig entdeckten oder durch ausprobieren entwickelten Verfahren Nanopartikel eingesetzt:
- Die Römer kaschierten graue Haare mit einer Paste aus Bleioxid und Löschkalk, bei der schwarze Bleisulfidpartikel in Nanometergröße in den Haaren eingelagert wurden und diese schwarz färbten.
- Die Schwerter der Araber bestanden zur Zeit der Kreuzzüge aus Damaszenerstahl, bei dem durch das besondere Schmiedeverfahren Kohlenstoffnanoröhren und Eisencarbidfäden gebildet wurden, die diesem Stahl eine besonders hohe Festigkeit gaben. Das damalige Herstellungsverfahren ist unbekannt.
- Eine andere frühe Verwendung von Nanopartikeln ist die Herstellung von Goldrubinglas. Gold wurde zu Glas zugegeben. Die feinverteilten Nano-Goldpartikel sorgten für die rubinrote Färbung des Glases, das z.B. als Rot bei Kirchenfenstern dieser Zeit eingesetzt wurde.
Während früher die Existenz oder die besonderen Eigenschaften von Nanopartikeln nicht bekannt waren, wächst heutzutage das wissenschaftliche und technologische Interesse an diesen Materialien und ihrem Anwendungspotenzial immer mehr.
Deutsch
english





















