Aktionsplan der Bundesregierung zeigt den Weg bis 2012
Wie können die Chancen der Nanotechnologie für neue ressourcenschonende Produkte in Österreich bestmöglich genutzt werden?
Was kann Österreich dazu beitragen, die Sicherheit nanotechnologischer Anwendungen zu gewährleisten?
Diesen zentralen Fragen widmet sich der von der Bundesregierung verabschiedete „Österreichische Aktionsplan Nanotechnologie“. Das Kernstück des Aktionsplans Nanotechnologie sind rund 50 Empfehlungen für spezifische, österreichische Maßnahmen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Diese wurden im Konsens zwischen den involvierten AkteurInnen verabschiedet und sollen bis spätestens Ende 2012 umgesetzt werden. Mehr als 20 verschiedene Organisationen, darunter auch das Umweltbundesamt, aus Wissenschaft, Wirtschaft, Umwelt, Gesundheit, Arbeitnehmer- und Konsumentenschutz sowie VertreterInnen der Öffentlichkeit wirkten an der Entstehung des Aktionsplanes mit.
Empfehlungen
Die Empfehlungen umfassen Maßnahmen mit folgenden Schwerpunkten:
- Entwicklung eines politisch-strategischen Gesamtkonzepts für den Umgang mit Nanotechnologie und Nanomaterialien in Österreich: Der österreichische Aktionsplan Nanotechnologie ist der Ausgangspunkt sowie Impulsgeber für ein derartiges Konzept.
- Schließung von Wissenslücken im Bereich der Sicherheitsbewertung der Nanotechnologie: Empfehlungen für Maßnahmen umfassen die Einrichtung eines eigenen Fonds für die Bündelung von Ressourcen zur Bewertung von möglichen Gesundheits- und Umweltrisiken (EHS-Programm). Die Herausforderung für Österreich besteht darin, die notwendige Expertise im eigenen Forschungssystem aufzubauen und die Zusammenarbeit und Abstimmung im europäischen und internationalen Kontext zu forcieren.
- Überprüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen (sofern notwendig auch deren Weiterentwicklung): insbesondere in Hinblick auf die Sicherung eines hohen Schutzniveaus für die Umwelt und die menschliche Gesundheit.
- Verstärkung des Dialogs und der Transparenz zwischen allen AkteurInnen inklusive der Öffentlichkeit: Dabei sollen soweit möglich bereits bestehende Strukturen und Beispiele der guten Praxis genutzt werden. Insbesondere soll durch die Schaffung einer Österreichischen Nanotechnologie-Informations-Plattform (NIP) Wissen unterschiedlicher ExpertInnen zusammengeführt werden.
- Stärkung Österreichs als High-Tech-Standort unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Klein- und Mittelbetrieben.
Größtmögliche Transparenz wurde durch eine dreiwöchige öffentliche Internet-Konsultation zum Entwurf des Aktionsplans sichergestellt. Die Stellungnahmen aus dem Konsultationsverfahren zum Entwurf des Aktionsplans sind öffentlich im Internet zugänglich.
Deutsch
english





















