Nanomaterialien – Chancen und Risiken einer neuen Dimension
Forschungsprojekt im Rahmen von "Sparkling Science"
Voller Titel: Nanomaterialien, deren Chancen und Risiken mit Schwerpunkt auf Forschungsarbeit von und mit Jugendlichen und unter Einbeziehung von Genderaspekten
In diesem Forschungsprojekt befassten sich unter der Leitung des Umweltbundesamt SchülerInnen aus Wien und Salzburg umfassend mit der Wahrnehmung zum Thema Nanotechnologie. Die Ergebnisse präsentierten sie am 24. Februar 2012 im Rahmen einer Young Researchers-Tagung in Wien.
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Karlheinz Töchterle, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung überreichte den Jung-WissenschafterInnen Urkunden für ihre Forschungsarbeit.
Karl Kienzl, stellvertretender Geschäftsführer im Umweltbundesamt unterstrich bei der Eröffnung der Veranstaltung die Wichtigkeit eines wissensbasierten Umgangs mit dem Thema. „Wir freuen uns, dass dieses Projekt zur Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien beisteuern kann“, so Kienzl.
Simone Mühlegger, Projektleiterin, Umweltbundesamt, berichtete über die Eckpfeiler des Projekts, an dem neben vier Schulen das Forum Umweltbildung, die Universität Wien und die Medizinische Universität Graz als wissenschaftliche Partner teilgenommen haben: In Workshops und Laborbesuchen wurde zuerst Wissen zu Nanotechnolgie aufgebaut, dann wurde in weiteren Workshops an den Schulen geforscht.
Befragung unter Gleichaltrigen, Medienanalyse
Welche Einstellungen haben Jugendliche zu Nanotechnologie und Nanomaterialien? Mit dieser Frage beschäftigten sich die SchülerInnen des BG/BRG Rahlgasse aus Wien. Die Peer Befragung unter ihren gleichaltrigen KollegInnen ergab, dass der Begriff „Nano“ in erster Linie als Modewort wahrgenommen wird. Am ehesten verbinden Jugendliche den Einsatz in der Kosmetikindustrie damit, lautet das Ergebnis der JungforscherInnen. Zudem wünschen sich die befragten SchülerInnen mehr Information in den Medien und befürworten eine Kennzeichnungspflicht für Nanoprodukte.
Wie werden Nanotechnologie und Nanowissenschaften in Medien und Schulbüchern dargestellt? Dieser Frage widmeten sich die SchülerInnen des BRG2 Vereinsgasse. Dazu analysierten die Jung-WissenschafterInnen Zeitungsartikel, Broschüren, Internetseiten und Schulbücher: Die Chancen von Nanotechnologie und Informationen über die Tätigkeit von Nano-WissenschafterInnen sind die dominierenden Inhalte in den untersuchten Medien, während Risiken wenig bis keine Erwähnung finden.
Kartengestütztes Diskussionsverfahren, Rollenspiel
VertreterInnen der HTL Donaustadt nahmen an einem kartengestützten Diskussionsverfahren teil. Das Projekt zeigte, dass diese Methode für die Formulierung von Argumenten geeignet ist und die Meinungsbildung unterstützt. Im Rahmen von Rollenspielen setzten sich die SchülerInnen des Privatgymnasiums der Herz-Jesu-Missionare in Salzburg mit den Chancen und Risiken von Nanotechnologie aus unterschiedlichen Perspektiven auseinander. Das Interesse an einzelnen Aspekten des Themas konnte dadurch gefördert werden. Aus der Arbeit mit den beiden Methoden sollen neue Unterrichtsmaterialien entwickelt werden.
An der lebhaft geführten Podiumsdiskussion zu Fragen nach Kennzeichnung oder inwieweit Nanotechnologie mit der Radioaktivität und deren Entdeckung vergleichbar sei, nahmen neben fünf SchülerInnen, Thomas Jakl (Lebensministerium), Susanne Stark (Verein für Konsumenteninformation), Thomas Fischer (Wirtschaftskammer) sowie Frank von der Kammer (Universität Wien) teil. Zum Abschluss verteilte Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle Forschungsurkunden.
Das Projekt „Nanomaterialien – Chancen und Risiken einer neuen Dimension“ wird von "Sparkling Science" gefördert, einem Programm des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung für den wissenschaftlichen Nachwuchs. "Sparkling Science" bringt SchülerInnen und WissenschafterInnen in gemeinsamen Forschungsprojekten zusammen und ermöglicht ihnen Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten. Das Projekt wurde im Oktober 2010 gestartet und wird voraussichtlich im Sommer 2012 abgeschlossen.
Projektleitung
Umweltbundesamt GmbH
Wissenschaftliche Kooperationspartner
Umweltdachverband GmbH, Forum Umweltbildung
Universität Wien, Institut für Wissenschaftsforschung
Universität Wien, Department für Umweltgeowissenschaften
Medizinische Universität Graz, Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung, Abteilung Core Facility Mikroskopie
Beteiligte Schulen
BG/BRG Rahlgasse, Wien
BRG/BORG Vereinsgasse, Wien
htl donaustadt, Wien
Privatgymnasium der Herz-Jesu-Missionare, Salzburg
Infobox
Weiteres
Beatrix Karl besucht Sparkling Science-Projekt:
Young Researchers-Tagung:
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