Energieeinsatz in Österreich

Energieverbrauch ist seit 1990 um 39 % gestiegen

Der Bruttoinlandsverbrauch ist in Österreich seit 1990 um 39% gestiegen und liegt im Jahr 2010 bei 1.458 PJ. Die jährliche Steigerung in diesem Zeitraum beträgt 1,6%. Als Bruttoinlandsverbrauch wird jene Energiemenge bezeichnet, die zur Deckung des inländischen Energiebedarfs notwendig ist.

 

Der Grund für den Anstieg des Bruttoinlandsverbrauchs in diesem Zeitraum sind gestiegene energetische Endverbräuche in den Sektoren Verkehr (+76%), produzierender Bereich  (+47%), private Haushalte (+18%) und öffentliche und private Dienstleistungen (+66%).

Mehr als 70% fossile Energie

© Umweltbundesamt Entwicklung des Energieverbrauch von 1970 bis 2010

71% des Bruttoinlandsverbrauch werden mit fossilen Energieträgern gedeckt: Erdöl und Erdölprodukte verzeichnen einen Anteil von 38%, Gas und Kohle einen Anteil von 24% bzw. 10%. Erneuerbare Energieträger haben einen Anteil von 26%. Der Anteil des brennbaren Abfalls beträgt 2% und der Anteil des Imports elektrischer Energie liegt bei unter 1%.

Größte Steigerung des Energieverbrauchs im Sektor Verkehr

© Umweltbundesamt Energieverbrauch der Sektoren von 1970 bis 2010

Der Sektor Verkehr verzeichnet die größte Zunahme mit einem Anstieg von 76% im Zeitraum 1990 bis 2010 und sein Anteil am gesamten energetischen Endverbrauch liegt bei 33%. Der Energieverbrauch dieses Sektors wird zu 95% aus Erdölprodukten gedeckt.

 

An zweiter und dritter Stelle folgen die Sektoren produzierender Bereich und private Haushalte mit Anteilen von 28% und 26%. In den Sektoren Dienstleistungen und Landwirtschaft liegen die Anteile am energetischen Endverbrauch bei 11% bzw. 2%.

Stromverbrauch steigt kontinuierlich

© Umweltbundesamt Stromerzeugung und -verbrauch 1990 - 2010

Der Inlandsstromverbrauch ist seit 1990 jährlich um 2% gestiegen und liegt im Jahr 2010 bei 59.758 GWh exklusive und bei 64.318 GWh inklusive Verbrauch für Pumpspeicher. Die erzeugte Strommenge beträgt 61.932 GWh. Davon wurden 5.905 GWh nach dem Ökostromgesetz gefördert und von der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG) abgenommen. Strom wird vermehrt zur Substitution fossiler Energieträger eingesetzt, wie zum Beispiel beim Einsatz von Wärmepumpen und bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

Stromimporte übersteigen Stromexporte seit 2001

© Umweltbundesamt Importe und Exporte elektrischer Energie in 2011

Die Differenz zwischen Inlandsstromverbrauch und erzeugter Strommenge wird durch Stromimporte bzw. Stromexporte ausgeglichen. Seit 2001 übersteigt die Menge des importierten Stroms zur Deckung des Inlandsstromverbrauchs die Menge des exportierten Stroms. Im Jahr 2011 betrug der Nettoimport (d.h. Importe minus Exporte) 8.200 GWh. Die Stromimporte stammen hauptsächlich aus Deutschland und der Tschechischen Republik.