Energieszenarien

Szenarien WEM und Transition (2017)

Das Umweltbundesamt hat in Zusammenarbeit mit ExpertInnen aus WIFO, CESAR, e-think, AEA, TU Graz und TU Wien Szenarien erstellt, um Wege zu einer klimafreundlichen Zukunft in Österreich aufzuzeigen. Während das Baseline-Szenario „WEM“ bisherige Entwicklungen fortschreibt, wird im Szenario „Transition“ die Energiewende als gesellschaftspolitische Zielsetzung vorausgesetzt. Für das Szenario „Transition“ spielen geänderte Rahmenbedingungen, technologische Innovationen und Änderungen im Konsumverhalten eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse zeigen, dass durch die definierten Rahmenbedingungen und potenziellen Maßnahmen weitgehende Reduktionen des Energieverbrauchs und der Treibhausgas-Emissionen bis 2050 (— 81 % zu 1990) erreicht werden können. Zudem sind dadurch positive Effekte für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Einkommen zu erwarten.

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Industrieszenarien 2030 und 2050

Für die Diskussion über Klima- und Energieziele bis 2030 und 2050 hat das Umweltbundesamt drei Szenarien für den Sektor Industrie erstellt. Das Szenario WEM berücksichtigt bereits umgesetzte Maßnahmen, im Szenario WAM werden auch zusätzliche Maßnahmen einbezogen. Im Szenario WAM plus sind darüber hinausgehende Entwicklungen wie verstärkte Energieeffizienz, Einsatz grundlegend neuer Technologien sowie Strukturänderungen (verbessertes Recycling, langlebigere Produkte) modelliert, um einen signifikanten Rückgang des Energieverbrauchs zu erreichen.

Die Ergebnisse zeigen, dass im Vergleich zu 2010 der Gesamtverbrauch des Sektors Energie bis 2050 im Szenario WEM um 99 PJ auf 615 PJ und im Szenario WAM um 56 PJ auf 573 PJ steigt, dagegen im Szenario WAM plus um 117 PJ auf 399 PJ sinkt. Finanziert wurden die Szenarien durch den Klima- und Energiefonds.

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