Fossile Energie

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Fossile Energieträger sind definiert als aus Biomasse entstandene Stoffe, die unter Luftabschluss von der Atmosphäre nicht verrotteten und so ihre chemische Energie erhielten.

 

Die wichtigsten Arten sind: Kohle, Erdgas und Erdöl. Die Atomenergie nimmt unter den fossilen Energieträgern aber eine Sonderstellung ein.

Braun- und Steinkohle

Vor rund 300 Mio. Jahren waren Teile von Europa vom Meer überflutet. Vereinzelt waren undurchdringliche Urwälder vorhanden, in denen Bäume und Pflanzenreste in den Morast absanken. Aus diesen entstand zunächst Torf. Unter dem Druck der Schichten bildete sich mit der Zeit die Braunkohle in den oberen Schichten und die Steinkohle in den unteren Schichten. Steinkohle bildete sich vor 200-400 Mio. Jahren.

Erdgas und Erdöl

Erdgas und Erdöl entstanden vor etwa 70 Mio. Jahren aus vor Jahrmillionen lebenden Wassertieren und -pflanzen, die küstennahe Gewässer besiedelten. Nach dem Absterben folgte die Sedimentation der Mikroorganismen zusammen mit mineralischen Schwebstoffen. Druck, Wärme und Zeit trugen zur Entstehung bei. Erdgas besteht vor allem aus Methan (CH4) und kann auch im Zusammenhang mit der Bildung von Kohle entstehen. Erdgas und Erdöl sind Gemische aus sogenannten Kohlenwasserstoffverbindungen und sehr gut brennbar. Sie enthalten auch Verunreinigungen, wie z.B. Schwefel-Verbindungen, Schwefelwasserstoff und Stickstoff-Verbindungen.

Atomenergie

Ein Atomreaktor nützt die Tatsache aus, dass bei der durch Neutronen  ausgelösten Spaltung von Uran oder Plutonium Energie und weitere Neutronen frei werden. Dieses Entstehen von Neutronen ermöglicht das Anstoßen und Aufrechterhalten einer Kettenreaktion. Dadurch kann der Prozess der Kernspaltung in einem Atomreaktor kontinuierlich ablaufen und der Reaktor somit kontinuierlich Energie liefern.