Situation & Ausblick

Erneuerbare Energie in Österreich

© Umweltbundesamt Bruttoinlandsverbrauch nach Energieträgern von 1970 bis 2010

Der Bruttoinlandsverbrauch (BIV) in Österreich beträgt im Jahr 2010 1.458 PJ . Davon werden 384 PJ bzw. 26% aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt.

 

Der Anteil der erneuerbaren Energieträger von 26% am Bruttoinlandsverbrauch setzt sich im Jahr 2010 wie folgt zusammen: 9% Wasserkraft, 11% biogene Brenn- und Treibstoffe, 5% Brennholz und jeweils unter 1% Umgebungswärme bzw. Wind und Photovoltaik.

Anteil der Erneuerbaren am Bruttoinlandsverbrauch von 1970 bis 2010

Der Anteil von Energie aus Brennholz im Jahr 2010 hat sich im Vergleich zum Jahr 1990 um 5% erhöht. Der Anteil an Wasserkraft ist im selben Zeitraum um 22% gestiegen. Der Anteil biogener Brenn- und Treibstoffe und der Umgebungswärme hat sich verfünffacht bzw. versechsfacht. Der Beitrag von Wind und Photovoltaik ist von null PJ im Jahr 1992 auf 8 PJ im Jahr 2010 gestiegen.

EU-Ziel: 20% Erneuerbare bis 2020

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben beschlossen, bis 2020 insgesamt 20% des Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen zu decken, wobei die einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedliche Anteile anstreben. Österreich hat sich hierbei verpflichtet, den Anteil auf 34% zu erhöhen. Weiters hat sich die EU das Ziel gesetzt bis 2020, die Treibhausgasemissionen um 20% gegenüber dem Niveau von 1990 zu verringern und den Gesamtprimärenergieverbrauch um 20% gegenüber dem BAU (Business as usual)-Szenario zu reduzieren. 

© Umweltbundesamt EU Richtlinie für Erneuerbare Energien

Entsprechend der EU Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen wird für die Berechnung des Anteils erneuerbarer Energie der Bruttoendenergieverbrauch herangezogen. Der Bruttoendenergieverbrauch errechnet sich aus dem energetischen Endverbrauch, dem Verbrauch von Strom und Fernwärme des Sektors Energie und den Transportverlusten von Strom und Fernwärme.

Ziel für Österreich: 34% Erneuerbare bis 2020

In Österreich ist der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch von rund 25% im Jahr 2005 auf 31% im Jahr 2010 angestiegen.

Anteil der Erneuerbaren in Österreich gemäß EU-Richtlinie

Biogene Energieträgen stellen einen Anteil von rund 17% und umfassen Brennholz, Laugen, Biotreibstoffe und sonstige Biogene (Holz-basiert, Biogas, flüssige biogene, erneuerbare Abfälle). Wasserkraft folgt an 2. Stelle mit einem Anteil von rund 12%. Andere Erneuerbare (Solarwärme, Umgebungswärme, Geothermie, Photovoltaik und Wind) haben einen Anteil von 2%.

Energiestrategie Österreich

Die "Energiestrategie Österreich" wurde im Jahr 2009 gemeinsam von den Ministern für Umwelt und für Wirtschaft initiiert und im März 2010 publiziert.

 

Das Ziel der "Energiestrategie Österreich" ist die Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems, das Energiedienstleistungen für den Privatkonsum sowie für Unternehmen auch in Zukunft zur Verfügung stellt bei gleichzeitiger Realisierung der EU-Vorgaben im Klima- und Energiebereich.

 

Um die EU-Vorgaben erreichen zu können, wird eine Stabilisierung des energetischen Endverbrauchs als unverzichtbar erachtet. Der Zielwert für den Endenergieverbrauch in Österreich im Jahr 2020 wurde mit 1.100 PJ (Petajoule) festgelegt.