Zuständige Behörden in Österreich

In Österreich sind die Zuständigkeiten für die Anwendung von Genetisch veränderten Organismen (GVOs) auf drei Bundesministerien aufgeteilt. Zuständige nationale Behörden für GVO Anwendungen und für Verfahren nach dem Cartagena Protokoll sind:

  • Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG):
    für Anwendungen zu kommerziellen oder entwicklungstechnischen Zwecken durch alle Institutionen ausser Universitäten sowohl im geschlossenen System (gemäß Richtlinie 90/219/EWG), als auch in Bezug auf absichtliche Freisetzungen und das Inverkehrbringen von GVO (gemäß Richtlinie 2001/18/EG), bzw. das Inverkehrbringen von GV-Futter und Lebensmitteln (gemäß Verordnung (EG) 1829/2003).
  • Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF):
    für Anwendungen von GVO im geschlossenen System und in Bezug auf absichtliche Freisetzungen von GVO in die Umwelt, die von Universitäten bzw. wissenschaftlichen Einrichtungen des Bundes durchgeführt werden.
  • Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW):
    als zusätzliche Behörde für die absichtliche Freisetzung und das Inverkehrbringen von GVO (gemäß Richtlinie 2001/18/EG) bzw. die Zulassung von GV Futter- und Lebensmittel (gemäß Verordnung (EG) 1829/2003) in Bezug auf Umweltgefahren und landwirtschaftliche Aspekte. Das Umweltbundesamt unterstützt das BMLFUW in dieser Funktion.