Zugelassene Gentechnisch Veränderte Organismen (GVO)

Ohne Zulassung darf in der EU und damit auch in Österreich kein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion verwendet werden: Weder gentechnisch verändertes (GV) Saatgut für den Anbau von landwirtschaftliche Nutzpflanzen, noch GV Lebens- und Futtermittel, die daraus hergestellt werden. Seit 2004 ist in der EU ein überarbeitetes Rechtssystem in Kraft. Es gilt gleichermaßen in allen EU-Mitgliedstaaten.

Zulassungen in der EU

Auf EU-Ebene sind zahlreiche gentechnisch veränderte Pflanzen für die Vermarktung sowie für die Verwendung als Lebens- und Futtermittel zugelassen (Stand Juli 2017: 59 verschiedene GV-Pflanzen).  Eine ganze Reihe von Anträge für die Zulassung von weiteren GV-Produkten ist in Bearbeitung durch die zuständigen Behörden.

 

Diese GVOs bzw. aus ihnen hergestellte Erzeugnisse werden überwiegend als Futtermittel für Nutztiere verwendet. Aus GVOs erzeugte Lebensmittel sind nur in äußerst geringem Umfang im Handel. Diese Produkte unterliegen den Kennzeichnungsregelungen und müssen daher für KonsumentInnen erkennbar gekennzeichnet sein.

Die meisten dieser GVO-Produkte werden in die EU importiert. Eine Zulassung für Anbau innerhalb der EU ist nur für wenige GVOs beantragt, bzw. genehmigt. 

Nur für einen einzigen GV-Mais (MON810) liegen derzeit (Stand: Juli 2017) die Voraussetzungen für den kommerziellen Anbau vor, darunter auch die zusätzlich nötige EU-Saatgutverkehrsgenehmigung.