Raffinerie

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Raffinerien verarbeiten Rohöle zu einer Vielzahl hochwertiger Produkte, welche von diversen flüssigen und gasförmigen Brennstoffen über hochwertige Schmieröle bis zu Bitumen reichen. Die zugrundeliegenden Verfahren sind teilweise äußerst komplex, die Anzahl der verschiedenen Anlagen ist dementsprechend hoch.

 

Die einzelnen Verfahren und Anlagen der OMV in Schwechat und der Raffinerie Mider in Leuna/Spergau werden detailliert beschrieben. Für die wesentlichen Emissionen in Luft und Wasser werden Emissionsminderungs-maßnahmen vorgestellt, wobei speziell für die Minderung der NOx-Emissionen detaillierte Kostenabschätzungen durchgeführt wurden.

 

Weiters werden in der Studie auch Daten zum Aufkommen, zur Behandlung und Entsorgung von Abfällen angeführt.

Energieverbrauch

Der Energieverbrauch einer Raffinerie wird im wesentlichen von den Anlagen zur Rohöldestillation, zur Reformierung sowie von den katalytischen und thermischen Crack-Verfahren bestimmt.

 

Hauptverursacher für die Luftemissionen SO2, NOx, CO, CO2, VOC und Staub sind die FCC-Anlage, die Schwefelrückgewinnungsanlage, das Kraftwerk, Anlagenöfen und das Lager. Stand der Technik ist die Installation von effizienten Rauchgasreinigungsanlagen (Entschwefelung – z.B. Wellmann-Lord Verfahren, Entstickung – z.B. SCR, Entstaubung – z.B. Elektrofilter). Wesentliche Quellen für flüchtige Substanzen und Gerüche sind die Lagerbehälter, Ladevorrichtungen und Abwasseranlagen.

 

Emissionen ins Wasser werden durch Entsalzer, Lagerbehälter, Stripper, durch die FCC-Anlage, durch die Alkylierung, durch den Coker und andere Anlagen verursacht.

 

Verursacher von Lärm können Kompressoren, Öfen, Kühltürme, Fackeln und Motoren sein.

 

Weitere wichtige Verfahren zur Verarbeitung von Rohöl:

  • Hydrierende Entschwefelung
  • Gasnachverarbeitung
  • Isomerisierung und Hydroisomerisierung
  • Alkylierung, Dimerisierung und Veretherung
  • Rückstandskonversionsverfahren von Coker bis hin zur Vergasung

Zu den Anlagen zur Konversion von Rohöl kommen noch Anlagen zur Bereitstellung von Betriebsmitteln, wie z.B. Prozessdampf, Strom und Kühlwasser. Zusätzlich werden noch Misch- und Dosieranlagen, Lagerbehälter, Be- und Entladevorrichtungen sowie Transportsysteme für die Fertigprodukte benötigt.

 

Die Studie wurde im Hinblick auf die EU-Richtlinie über die "Integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung" und als Hilfestellung für das BREF "Refineries" verfasst.