Recycling als Beitrag zum Klimaschutz

Primärrohstoffe durch Altstoffe aus Recyclingprozessen zu ersetzen, spart Energie und Treibhausgasemissionen. Wie viel genau, zeigen Berechnungen des Umweltbundesamt. Die Studie "Klimarelevanz ausgewählter Recycling-Prozesse in Österreich" wurde im Auftrag des Lebensministeriums erstellt.

(c) Umweltbundesamt/Maria Tesar

In der Produktion entstehen Emissionen, und zwar je nach Art und Verfahren bei der Gewinnung und Erzeugung von Ausgangsmaterialien, deren Transport, im Prozess selbst oder durch den Einsatz von Energie. Ziel der Studie „Klimarelevanz ausgewählter Recycling-Prozesse in Österreich“ war, die klimarelevanten Emissionen bei der Produktion bestimmter Zwischenprodukte aus Primärrohstoffen (Primärproduktion) mit jenen aus recycelten Abfällen und Altstoffen zu vergleichen und Einsparungspotenziale sichtbar zu machen.

Ausgewählt wurden abfallwirtschaftlich relevante Materialien wie Aluminium, Kupfer, Eisen, Stahl, grünes Behälterglas und PET-Flaschen. Dabei wurde sowohl die Vorkette bei der Primärproduktion als auch der abfallwirtschaftliche Rucksack bei der Sekundärproduktion - Transporte, Aufbereitung der Abfälle - mit untersucht.

 

Ein Ergebnis der Studie ist, dass die Treibhausgasemissionen, die bei der Produktion einer Tonne neuer Aluminium-Produkte entstehen, durch den Einsatz von rückgewonnenen Altstoffen um bis zu 97% reduziert werden können. Bei Rohstahl und Kupfer lassen sich im Vergleich zur Primärproduktion rund 85% der Emissionen einsparen, bei Grünglas rund 40% und bei PET-Flaschen mit 30% Recyclinganteil mehr als 20%. Der Energieaufwand für Transport und Aufbereitung der betrachteten Altstoffe ist dabei vernachlässigbar.

 

Die Wiederverwertung der getrennt gesammelten oder aus verschiedenen Abfallströmen rückgewonnenen Altmetalle ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Natürliche Ressourcen schonen, Stoffkreisläufe schließen, Abfall vermeiden und verstärktes Ressourcenmanagement sind zudem wichtige Ziele einer nachhaltigen Entwicklung.