Klimaschutz

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Vermehrt auftretende Wetteranomalien und Extremwetterereignisse werden heute von der überwiegenden Zahl der WissenschaftlerInnen auf den Klimawandel zurückgeführt. Treibende Kraft sind die vom Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen, da sie den Energiehaushalt der Atmosphäre durch die Absorption von Infrarot-Strahlung beeinflussen.

 

Die wesentlichen Verursacher sind die Sektoren Industrie, Verkehr, Energieaufbringung, Raumwärme sowie Landwirtschaft – Diese sind für rund 95% der österreichischen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

 

Um die durchschnittliche globale Erwärmung auf 2°C zu beschränken – und damit weitreichende irreversible Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern – ist eine drastische Reduktion der Treibhausgas-Emissionen notwendig.

 

Durch das Kyoto-Protokoll wurden erstmals völkerrechtlich verbindliche Ziele zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen der Industriestaaten für den Zeitraum 2008-2012 festgelegt. Österreichs Verpflichtung im Rahmen der EU-internen Lastenaufteilung beträgt  -13%. Zur Erreichung dieses Ziels haben Bundesregierung und Landeshauptleutekonferenz im Jahr 2002 die „Strategie Österreichs zur Erreichung des Kyoto-Ziels“ verabschiedet, welche 2007 adaptiert wurde. Darin sind u.a. Zielwerte und Maßnahmen für die großen Verursachersektoren festgelegt.

 

Die erste Kyoto-Verpflichtungsperiode läuft Ende 2012 aus. Eine Einigung über eine Folgeperiode bzw. ein neues internationales Nachfolgeabkommen wurde bislang nicht erzielt, lediglich Eckpunkte einer möglichen zukünftigen Vereinbarung skizziert (Kopenhagen-Akkord).

 

Auf europäischer Ebene wurde 2009 das Klima- und Energiepaket verabschiedet. Damit verpflichtet sich die EU zu einer Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20% gegenüber 1990. In Österreich soll die Energiestrategie die Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems und eine Erreichung der nationalen Ziele des Klima- und Energiepaket bewirken. Darüber hinaus wird derzeit an einem Klimaschutzgesetz gearbeitet, welches eine zukünftige Zielerreichung sicherstellen soll.

 

In jedem Fall ist zur Erreichung des 2 °C-Ziels eine radikale Entkoppelung der Treibhausgasemissionen vom Wirtschaftswachstum unumgänglich. Dazu sind Änderungen in vielen Bereichen – u.a. Konsum, Mobilität, Produktion – sowie verstärkte technologische Entwicklungen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien notwendig.

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