Klimafolgen & Vulnerabilität
Wie lassen sich Klimawandelauswirkungen für Österreich einschätzen?
Art, Ausmaß und räumliche Ausprägung von Klimawandelfolgen hängen stark von der Verletzlichkeit bzw. Verwundbarkeit einer Region, der sogenannten Vulnerabilität, eines Systems oder eines Bereichs (z.B. der Land- oder Forstwirtschaft) gegenüber Klimaänderungen ab. Um Bedarf, Art, Umfang und Dringlichkeit von Anpassungsaktivitäten einschätzen und Maßnahmen planen zu können ist ausreichendes Wissen zur Vulnerabilität notwendig.
Die Vulnerabilität gibt an, inwieweit ein System für nachteilige Auswirkungen der Klimaänderungen (inklusive Klimaschwankungen und -extreme) anfällig ist bzw. nicht fähig ist, diese zu bewältigen (IPCC, 2007). Die Vulnerabilität eines Systems setzt sich gemäß der IPCC-Definition aus folgenden drei Teilen zusammen:
- Exposition: abhängig von Charakter, der Größenordnung und der Geschwindigkeit der Klimaänderung und -abweichung und gibt an, wieweit eine Region/ein System bestimmten Änderungen von Klimaparametern (z. B. Niederschlag, Temperatur etc.) ausgesetzt ist;
- Sensitivität: gibt die Empfindlichkeit des betroffenen Mensch-Umwelt-Systems wieder;
- Anpassungskapazität: beschreibt die Fähigkeit einer Region/eines Systems, sich durch Planung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen an die veränderten Bedingungen anzupassen oder die Veränderungen auch zum Vorteil nutzen zu können. Die Anpassungskapazität ist von Faktoren abhängig wie den ökonomischen Ressourcen, Know-how und Technologie, institutionellen Kapazitäten, politischem Willen etc.
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