Anpassung als zweite Säule der Klimapolitik

Aktuelle Studien zeigen, dass selbst durch einen vollständigen Stopp des Ausstoßes von Treibhausgasen eine weitere Temperaturerhöhung als Folge der bestehenden Belastungen aus der Vergangenheit und der Trägheit des Klimasystems unvermeidbar ist. Neben verstärkten Klimaschutzmaßnahmen sind daher Schritte zur Anpassung an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klima-wandels nötig. Ziel der Anpassung ist es, sich einerseits mit bereits spürbaren Auswirkungen der Klimaveränderungen zu arrangieren und andererseits zukünftige Schäden soweit als möglich zu vermeiden.

 

Die Herausforderungen zur Anpassung an den Klimawandel werden in den kommenden Jahrzehnten – ungeachtet aller Anstrengungen und Erfolge im Klimaschutz – zunehmen. Es herrscht daher Einigkeit, dass Anpassungsmaßnahmen eine unerlässliche Ergänzung zum Klimaschutz darstellen. Das im Dezember 2015 verabschiedete Pariser Abkommen (UNFCC 2015) hebt die Anpassung an den Klimawandel als wichtige zweite Säule der Klimapolitik, dem Klimaschutz gleichwertig gegenübergestellt, hervor.