Lärmschutz in Österreich

Lärmbekämpfung ist in Österreich eine sogenannte Querschnittsmaterie und wird jeweils im Zusammenhang mit anderen Verwaltungsangelegenheiten wahrgenommen, es gibt kein allgemeines Gesetz zum Schutz vor Lärm. Aus diesem Grund finden sich im österreichischen Recht zahlreiche Bestimmungen über Lärmemissionen und -immissionen. Je nach Rechtsmaterie liegt auch die Zuständigkeit bei unterschiedlichen Behörden.

 

Für die Lärmbekämpfung wichtige Gesetze oder Verordnungen sind beispielsweise

 

auf Bundesebene:
 

  • Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch
  • Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz
  • Gewerbeordnung
  • ArbeitnehmerInnenschutzgesetz
  • Straßenverkehrsordnung
  • Kraftfahrgesetz
  • Bundes-Umgebungslärmschutzgesetz

auf Landesebene:
 

  • Gesetze zur Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie
  • Landes-Sicherheitspolizeigesetze
  • Raumordnungsgesetze
  • Bauordnungen

Lärmschutzmaßnahmen

Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen können Lärm vermeiden oder vermindern. Zum Beispiel kann durch die räumliche Trennung von stark befahrenen Verkehrswegen und Wohngebieten das Auftreten von Konflikten von vornherein vermieden werden. Es ist eine wesentliche Aufgabe der Raum- und Verkehrsplanung, das in der Ortsentwicklungsplanung entsprechend zu berücksichtigen.

 

Die bestehenden Probleme lassen sich auf diese Weise aber oft nicht lösen. Kann man den Lärm an der Quelle nicht verringern (zum Beispiel durch Einsatz leiserer Geräte, lärmmindernder Fahrbahnbeläge etc.), ist es nur noch möglich, durch Schutzmaßnahmen die Ausbreitung des Lärms einzudämmen. Aber auch Schallschutzwänden sind Grenzen gesetzt. Mit zunehmender Höhe steigen die Kosten enorm und die erzielte Reduktion des Lärms wird immer geringer. So bleibt oft nur mehr der Einsatz von Schallschutzfenstern.

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