Prozessqualität im biologischen Landbau verglichen mit konventioneller Produktion

Die bisher umfangreichste Übersicht über die ökologischen Vorzüge des biologischen Landbaus gibt eine FAO-Studie (El-Hage Scialabba & Hattam, 2002), die auf der Literaturstudie von STOLZE et al. (2000) aufbaut.

Die bisherige Datenlage aufgrund der Literatur ist als zusammenfassende Beurteilung des biologischen Landbaus in der folgenden Tabelle dargestellt.

Bereich Prozessqualität im ökologischen Landbau
Boden Höherer Humusgehalt, bessere physikalische Stabilität und besseres Wasserrückhaltevermögen -> geringeres Risiko für Erosion.
  Höhere biologische Aktivität, mehr Biomasse, rascheres Recycling von Nährstoffen, bessere Bodenstruktur.
  Höhere Mykorrhizierung.
Wasser Kein Risiko von Pestizidausträgen in Grund- und Oberflächenwasser.
  Leaching-Raten für Nitrat wesentlich tiefer.
Luft Treibhausgase sind reduziert, weniger reaktive organische Substanzen von Pestizidanwendungen.
  Tendenziell eine höhere CO2- Rückbindung in den Boden.
Energie Deutlich geringerer Verbrauch an direkter (Treib- und Schmierstoffe) und indirekter Energie (Dünger- und Pestizidproduktion) pro Fläche.
  Energienutzungseffizienz (Energie pro Menge) hoch; mit Ausnahme weniger Kulturen höher als konventionell.
Biologische Vielfalt (Biodiversität) Landwirtschaftliche genetische Ressourcen, inkl. Insekten und Mikroorganismen, sind höher.
  Wildflora und –fauna sind diverser und häufiger.
Landschaft Ökolandbau-System tragen zu einer diversifizierten Landschaft bei.
  Ökologische Flächen vernetzen besser naturnahe Biotope.