Landschaftsbilder im Wandel
Kulturlandschaften sind das Ergebnis eines komplexen Wechselspiels naturräumlicher und sozio-ökonomischer Faktoren. Die Industrialisierung der Landwirtschaft sowie die Öffnung der Agrarmärkte veränderte diese Landschaften in den vergangenen Jahrzehnten nachhaltig. Das Forschungsprojekt „Integrative Landnutzungsmodellierung“ nutzt einen integrativen Modellverbund, um die Effekte verschiedener Förder– und Preisszenarien auf Betriebseinkommen, Landschaftsbild und die Umwelt zu untersuchen.
Integrative Landnutzungsmodellierung am Beispiel Mostviertel
Im Untersuchungsgebiet in der Gemeinde Neuhofen sind 67% der Streuobstbestände in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg verloren gegangen. Der rasante Rückgang konnte in den vergangenen Jahren zwar gebremst werden, was nicht zuletzt auch auf die Wirkung von Agarumweltprogrammen zurückzuführen ist. Dennoch braucht es neue Strategien, um den Bestand dieses Kulturlandschaftselementes nachhaltig zu sichern oder gegebenenfalls sogar noch auszubauen.
Forschung trifft Region
Am 24. November 2009 stellten Martin Schönhart und Thomas Schauppenlehner von der BOKU die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Integrative Landnutzungsmodellierung im Mostviertel“ in Neuhofen an der Ybbs vor. VertreterInnen aus Landwirtschaft, Politik und Regionalentwicklung diskutierten im Anschluß daran die Lage, das Bild und die Zukunft der Landwirtschaft für die Region Mostviertel.
Das Projekt ist Teil des Doktoratskollegs Nachhaltige Entwicklung an der Universität für Bodenkultur. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Mostviertel in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und der Forschungsplattform Eisenwurzen durchgeführt.
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