ILTERN Jahrestreffen 2006 in Gobabeb
'Dort, wo der Feigenbaum wächst' ...
... in der Wüstenforschungs-Station Gobabeb in Namibia fand von 14. bis 18. August 2006 das diesjährige Treffen des internationalen Netzwerks für Langzeitforschung (ILTERN) statt.
Die VertreterInnen der nationalen Netzwerke legten Vision, Aufgaben und Ziele für ILTERN fest.
Frischer (Wüsten-)Wind im globalen LTER-Netzwerk
Seit 2004 löst sich ILTERN aus der US-amerikanischen Schirmherrschaft. In Namibia vereinbarten die VertreterInnen der nationalen Netzwerke die weitere Vorgehensweise zur Umsetzung der Eigenständigkeit und Ansiedlung in einer Internationalen Organisation. Der Beschluss eines Strategiepapiers, eines Umsetzungsplanes und eines Finanzierungsplanes zeugen von erfolgreicher internationaler Zusammenarbeit.
Aufgabenverteilung und Repräsentanz
ILTERN ist in die Regionalgruppen Ostasien und Pazifik, Zentral- und Osteuropa, Westeuropa, Afrika, Nordamerika, Zentral- und Südamerika gegliedert. Beim Jahrestreffen wurden die Verantwortlichkeiten neu geregelt und über die Partner weltweit verteilt. Ab sofort entsenden alle Regionalgruppen Repräsentanten in die neu eingerichteten Arbeitsgruppen für wissenschaftliches Konzept, Informationsmanagement und Finanzierung.
Neuer Vorsitzender
Für den Zeitraum 2007 - 2011 übernimmt Dr. Terry Parr den Vorsitz von ILTERN. Terry Parr ist derzeit Koordinator von ALTER-Net und LTER-Großbritannien.
Neue Mitglieder und gemeinsames Auftreten europäscher Staaten
Das Netzwerk aus 34 offiziellen Mitgliedsstaaten wird in nächster Zeit um weitere 11 Mitglieder wachsen. Als großer Erfolg wird die Bereitschaft der osteuropäischen Regionalgruppe gewertet, ab 2008 einer gesamteuropäischen Regionalgruppe beizutreten. Damit erfüllt LTER-Europe eine Zielvorgabe der Europäischen Umweltagentur und der Kommission.
Europa ist die am schnellsten wachsende Regionalgruppe in ILTERN.
Zum Gelingen des Treffens hat das Gastgeberland durch ein ungewöhnliches Konferenz-Ambiente beigetragen.
Ohne Ablenkung durch Telefon oder Internet wurde in Zelten der nötige Raum geschaffen, um zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen.
Wassersammelnetze in der Namib
Die Namib zählt zu den trockensten Gebieten der Erde.
Die BewohnerInnen haben eine wirksame Methode entwickelt, Wasser zu sammeln. Einfache Kunststoffnetze, wie sie bei uns für Gerüstverkleidungen in Gebrauch sind, werden aufgespannt und dienen als Tauwassersammler. Der Temperaturunterschied beträgt bis zu 60° C zwischen Tag und Nacht.
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