Forschungsplattform Eisenwurzen
Das Flaggschiff der österreichischen Langzeitforschung ist die Forschungsplattform "Eisenwurzen". Sie basiert auf einer einmaligen Konzentration von Forschungsinfrastruktur und
-projekten in einer gut dokumentierten Region. Die Umsetzung des Konzeptes für eine "LTSER Platform" in der Eisenwurzen ist ein wichtiger Beitrag Österreichs zur Entwicklung der europäischen Forschungslandschaft.
Die räumliche Abgrenzung der Forschungsplattform Eisenwurzen erfolgte auf Basis sozio-ökonomischer und naturwissenschaftlicher Kriterien. Sie umfasst mit 99 Gemeinden einen Raum von rund 5.740 km² im Grenzbereich der Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark. Berücksichtigung fanden u. a. alle Gemeinden, die zu Eisenwurzen- bzw. Eisenstraßen-bezogenen Regionalentwicklungsvereinen, LEADER-Regionen oder Naturparks zählen.
Die Region liegt im Bereich der nördlichen Kalkalpen und reicht bis in das nördliche Alpenvorland. Geprägt von ihrer 800-jährigen Nutzungsgeschichte bildet die Region auch heute noch einen Kultur- und Wirtschaftsraum. War früher die Erzgewinnung und -verarbeitung der wirtschaftliche Motor, so sind es heute der Tourismus und die Landwirtschaft. mehr
Die Forschungsplattform Eisenwurzen ist schon gut etabliert. Eine Vielzahl bestehender Einrichtungen im Bereich der ökologischen Langzeitforschung stellt ihr Rückgrat dar. Die wesentlichen Schichten und Elemente sind entsprechend dem Konzept der "LTSER Platforms" abgedeckt. mehr
2005 wurde ein „Memorandum of Understanding“ (MoU) zur Forschungsplattform Eisenwurzen erarbeitet. Das MoU ist eine Verfassung und Absichtserklärung zur Forschungsplattform und wurde von ca. 30 Institutionen und ForscherInnengruppen unterzeichnet. mehr
Es besteht eine Manangement-Struktur. Das Management leistet Konzeptarbeit, forciert die nationale und internationale Vernetzung, fungiert als Repräsentant und entwickelt transdiszplinäre Ansätze in der Region, partizipative Prozesse sowie den interdisziplinären Kommunikationsraum. Auch technische Aspekte, wie Datenstrategie, Informationssystem, PR sowie die Formalisierung, die Errichtung einer permanenten Trägerschaft und erste Forschungsprojekte werden betreut.
Wissen über die Region
Im Zuge der Umsetzung der Forschungsplattform Eisenwurzen wurden wesentliche Basisdaten recherchiert. Umfangreiche Informationen zu ökologisch relevanten Datenbeständen zur Eisenwurzen liegen vor. mehr
Die aktuellen Aktivitäten der ökologischen Langzeitforschung in der Eisenwurzen lassen sich in folgende Themenfelder untergliedern: Wald, Folgen des Klimawandels, biologische Vielfalt, ländlicher Lebens- und Wirtschaftsraum, Gewässerökologie, nachhaltiger Karstwasserschutz und Stoffkreisläufe.
Die Erforschung dieser Themen ist in unterschiedlicher Intensität miteinander verknüpft bzw. besteht aus losen Einzelinitiativen von Institutionen und Forschungsprojekten. Die Einbindung regionaler AkteurInnen und EntscheidungsträgerInnen findet in den jeweiligen Projekten statt. Davon abgesehen ist die Eisenwurzen als Region gut organisiert: Die Eisenstraßen- bzw. Eisenwurzen-Vereine (je einer pro Bundesland mit Anteil an der Eisenwurzen) haben sich zu einem Dachverband zusammengeschlossen. Über sie sind interessierte Gemeinden und sonstige Regionalentwickler gut erreichbar.
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