Ammoniak

Ammoniak (NH3) entsteht hauptsächlich beim Abbau von organischem und mineralischem Dünger sowie bei der Lagerung von Gülle. Dementsprechend ist die Landwirtschaft Hauptquelle der Ammoniakemissionen. NH3 ist primär für die Bildung versauernder und eutrophierender Schadstoffe und für die Bildung sekundärer Partikel (Feinstaub) verantwortlich.

Emissionstrend 1990-2015

NH3-Emissionen 1990 bis 2015 und EG-L Emissionshöchstmenge

2015 wurden in Österreich rund 66.800 Tonnen Ammoniak emittiert. Seit 1990 hat sich das Emissionsniveau kaum verändert (+ 1,1 %), der Anstieg gegenüber dem vorangegangenen Jahr 2014 beträgt +0,4 %.   

 

2015 wurde die im Emissionshöchstmengengesetz-Luft (EG-L) für NH3 festgesetzte Emissionshöchstmenge von 66 Kilotonnen somit überschritten. 

Anmerkung

Entsprechend Artikel 2 der NEC-Richtlinie werden nur die im Inland emittierten Luftschadstoffe berücksichtigt. Die im Ausland durch Kraftstoffexport freigesetzten Emissionsanteile sind hier nicht berücksichtigt.

Nähere Informationen, u.a. zu den Verursachern, werden im Bericht "Emissionstrends 1990-2015" zu finden sein (Veröffentlichung im Sommer 2017).  

Immissionsbelastung

Ammoniak reagiert rasch mit anderen Luftschadstoffen (Schwefeldioxid, Stickstoffoxide) oder lagert sich in der Umgebung der Schadstoffquellen ab. Die Belastung durch Ammoniak direkt ist vor allem lokal von Bedeutung und wird daher nicht flächendeckend erhoben, sondern durch Messkampagnen. Grenzwerte für die Belastung sind keine festgelegt. Um Schäden an der Vegetation zu vermeiden, sollte die Konzentration 10µg/m³ nicht übersteigen, bei empfindlichen Ökosystemen sollte sie nicht über 1-4µg/m³ liegen.