Stickstoffoxide

Stickstoffoxide NOx (Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2)) entstehen überwiegend als unerwünschte Nebenprodukte bei der Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen bei hoher Temperatur. Der mit Abstand größte Verursacher ist der Verkehr. Für den Menschen besonders schädlich ist NO2, da es die Lungenfunktion beeinträchtigt.

Außerdem sind die Stickstoffoxide mitverantwortlich für die Versauerung und Eutrophierung (Überdüngung) von Böden und Gewässern. In der kalten Jahreszeit entsteht aus gasförmigen Stickoxiden und Ammoniak partikelförmiges Ammoniumnitrat. Dieses trägt zu einer großräumigen Belastung durch Feinstaub (PM10) bei. Im Sommer führen Stickstoffoxide zusammen mit Kohlenwasserstoffen zur Bildung von Ozon.

Emissionstrend 1990-2014

© Umweltbundesamt NOx-Emissionen 1990 bis 2014 und EG-L Emissionshöchstmenge

Im Jahr 2014 wurden in Österreich - ohne Berücksichtigung des Kraftstoffexports - ca. 130.000 Tonnen Stickstoffoxide emittiert und damit um 34 % weniger als 1990. Gegenüber dem vorangegangenen Jahr 2013 sind die Emissionen um 4,3% gesunken.

 

Die Stickstoffoxidemissionen liegen nach wie vor deutlich über der im Emissionshöchstmengengesetz-Luft (EG-L) festgesetzten Emissionshöchstmenge von 103 Kilotonnen.

Anmerkung

Entsprechend Artikel 2 der NEC-Richtlinie werden nur die im Inland emittierten Luftschadstoffe berücksichtigt. Die im Ausland durch Kraftstoffexport freigesetzten Emissionen sind hier nicht enthalten.

Nähere Informationen, u.a. zu den Verursachern, werden im Bericht "Emissionstrends 1990-2014" zu finden sein. (Veröffentlichtung im Sommer 2016)

Belastungssituation

Die Grenzwerte für NO2 werden vor allem verkehrsnah in größeren Städten und im Inntal überschritten. Hauptverursacher dieser Überschreitungen ist der Verkehr. Zur Verringerung der Belastung wurde verschiedene Maßnahmen eingeführt, wie z.B. ein Nachtfahrverbot für schwere Nutzfahrzeuge, ein sektorales Fahrverbot oder Geschwindigkeitsbeschränkungen, eingeführt.

 

Großflächig überschritten werden aber die kritischen Belastungsgrenzen für den Wald durch Überdüngung, wie Berechnungen des CCE zeigen.

© Umweltbundesamt Jahresmittelwerte NO2 1990-2016

Nach einem Rückgang bis Ende der 90er-Jahre hat die NO2-Belastung an stärker befahrenen Straßen bis zum Jahr 2006 wieder zugenommen. Dies ist auf die Zunahme von Diesel-PKW mit Oxidationskatalysatoren zurrückzuführen. Erst in den letzten Jahren nehmen die Werte wieder ab.

Auch die großflächigen Überschreitungen der kritischen Belastungsgrenzen des Waldes durch Überdüngung reduzierte sich in den letzten Jahren kaum.