Hexachlorbenzol

Hexachlorbenzol gehört zur Gruppe der polychlorierten Benzole. Anwendungsgebiete sind bzw. waren der Einsatz als Pestizid und Fungizid zur Saatgutbeize (seit 1992 verboten), als Weichmacher- und Flammschutzadditiv für Kunststoffe und Schmiermittel, als Flussmittel in der Aluminiumherstellung oder als Zwischenprodukt bei der Synthese von anderen Verbindungen (z.B. Farben). HCB entsteht auch als Nebenprodukt verschiedener (u.a. thermischer) Prozesse.

In die aktuelle Diskussion ist HCB durch die Verbrennung von, aus einer Deponie stammendem, HCB-hältigem Blaukalk in einem Zementwerk gerückt. Das Umweltbundesamt bietet dazu ein umfangreiches Beratungs- und Serviceangebot zu diesem komplexen Thema an.

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Im Auftrag des Amtes der Kärntner Landesregierung hat das Umweltbundesamt eine Studie zu den zulässigen Emissionen erstellt, mit denen Belastungsgrenzen eingehalten werden können.

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Emissionstrend 1990-2016

© Umweltbundesamt HCB-Emissionen 1990 bis 2016

Von 1990 bis 2016 sind die HCB-Emissionen Österreichs um ca. 44% gesunken. Die größten Reduktionen konnten in der ersten Hälfte der 1990er Jahre in den Sektoren Industrie (v.a. in der Eisen- und Stahlindustrie) und Kleinverbrauch sowie durch das Verbot bestimmter gefährlicher Stoffe in Pflanzenschutzmitteln erzielt werden. Die hohen HCB-Emissionen zwischen 2012 und 2014 sind - wie weiter oben beschrieben - auf ein Zementwerk zurückzuführen.

Nähere Informationen, u.a. zur sektoralen Aufteilung der Emissionen, sind im Bericht "Emissionstrends 1990-2016" zu finden. Dieser ist auf der Seite "Aktuelle Emissionsberichte" abrufbar.