Schwermetalle

Erhöhte Schwermetallkonzentrationen treten in Österreich v.a. im Bereich einzelner Industriestandorte auf. Quecksilber und andere Schwermetalle können allerdings auch über weite Strecken transportiert werden. Umfassendere Schwermetallmessungen wurden in den letzten Jahren stichprobenartig im Bereich einzelner Industriestandorte wie Linz, Wietersdorf oder Arnoldstein durchgeführt.

Bei Menschen als auch Tieren können Schädigungen (v.a. der Nieren, der Leber und des Nerven- und Blutgefäßsystems) durch erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen hervorgerufen werden. Einige Schwermetalle haben zudem krebserregende Wirkung. Wichtigste Aufnahmepfade für Schwermetalle sind beim Menschen die Nahrung, das Trinkwasser sowie das Tabakrauchen.

Emissionstrend 1990-2012

© Umweltbundesamt Trend Cadmium-, Quecksilber- und Bleiemissionen

Seit 1990 konnten die Blei-Emissionen um 93% auf etwa 15,0 Tonnen (2012) reduziert werden. Die Emissionen von Cadmium gingen im selben Zeitraum um ca. 24% (auf ca. 1,2 Tonnen), jene von Quecksilber um 53% (auf ca. 1,0 Tonnen) zurück.

Als wesentlichste Maßnahmen zur Reduktion von Schwermetallemissionen sind das Verbot von verbleitem Benzin, der rückläufige Einsatz von Kohle und Koks sowie der Einbau von Staubfiltern in Industrie- und Müllverbrennungsanlagen zu nennen. 

Nähere Informationen, u.a. zur sektoralen Aufteilung der Emissionen, sind im Bericht "Emissionstrends 1990-2012" zu finden. Dieser ist auf der Seite "Aktuelle Emissionsberichte" abrufbar.

Belastung durch Schwermetalle

© Umweltbundesamt Blei im Feinstaub 1999-2012

Schwermetalle werden in Österreich im Staubniederschlag und im Feinstaub (PM10) bestimmt. Die höchsten Konzentrationen von Schwermetallen in der Luft treten im Nahbereich von Industriebetrieben (z. B. Brixlegg, Arnoldstein) auf.

 

Hier kommt es noch immer zu vereinzelten Grenzwertüberschreitungen bei Blei und Cadmium im Staubniederschlag. Dagegen wird der Grenzwert für Blei im PM10 von 0,5µg/m³ in Österreich eingehalten.

Andere Städte in Österreich weisen ein nur unwesentlich höheres Belastungsniveau als ländliche Regionen auf.