Nachhaltige Beschaffung

Im umfassendsten Fall bedeutet nachhaltige Beschaffung, dass ökologische und soziale Überlegungen in allen Beschaffungsaktivitäten systematisch integriert werden, von der Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs über die Festlegung technischer Spezifikation und Zuschlagskriterien bis hin zur Berücksichtigung der Produktionsbedingungen und der Überprüfung der Ausführung und der Qualität.

 

Nachhaltige Beschaffung kann durch Zielsetzungen, wie der Steigerung der Energieeffizienz, der Forcierung erneuerbarer Energien, einer verbesserten Ressourceneffizienz sowie der kontinuierlichen Abfallvermeidung, wesentlich zur Schonung der natürlichen Ressourcen, dem Klimaschutz und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Im aktuellen Regierungsprogramm wurde die nachhaltige Ausrichtung der öffentlichen Beschaffung festgeschrieben. Die öffentliche Hand kann als eine der wichtigsten Beschafferinnen mit ihrer Kaufkraft wichtige Impulse für die Entwicklung von umweltfreundlicheren Produkten und Dienstleistungen sowie deren Marktdurchdringung setzen. Demzufolge wurde am 20. Juli 2010 der  nationale Aktionsplan zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung vom Ministerrat angenommen, der u. a. konkrete Handlungsanleitungen für eine nachhaltige öffentliche Beschaffung unterschiedlichster Güter und Dienstleitungen enthält.

Die EU-Kommission und nationale Zielsetzungen sehen weiters vor, dass nachhaltige Beschaffung, sowohl im Bereich der öffentlichen Verwaltung als auch im Unternehmensbereich, vermehrt etabliert werden soll. Dafür erarbeitet das Umweltbundesamt regelmäßig fachliche Grundlagen.