Nachhaltigkeitsstrategien

Im Juni 2006 wurde die überarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie der Europäischen Union vom Europäischen Rat beschlossen. Darin sind sieben zentrale Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung festgehalten: Klimaänderung und saubere Energie, nachhaltiger Verkehr, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion, Erhaltung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, Gesundheit, soziale Eingliederung, Demografie und Migration sowie globale Herausforderungen in Bezug auf Armut und Entwicklung. Die Europäische Kommission legt dazu seit 2007 alle zwei Jahre einen Fortschrittsbericht vor, der sich u. a. auf ein Bündel von Indikatoren für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Indicators, SDI) stützt.

Österreichische Nachhaltigkeitsstrategie

Die Österreichische Nachhaltigkeitsstrategie wurde im Jahr 2002 von der österreichischen Bundesregierung beschlossen. Um überprüfen zu können, ob die 20 Leitziele der Strategie erreicht werden, wurden Indikatoren in die Strategie aufgenommen. Die mit Hilfe dieser Indikatoren aufgezeigten Trends in den vier Handlungsfeldern Lebensqualität in Österreich, Österreich als dynamischer Wirtschaftsstandort, Lebensräume Österreichs sowie Österreichs Verantwortung in Europa und der ganzen Welt wurden 2004, 2006, 2007 und 2009 in Berichten des Lebensministeriums dargestellt.

Die Österreichische Nachhaltigkeitsstrategie gab den Impuls, Indikatoren für die gesamthafte Bewertung nachhaltiger Entwicklung in Österreich auszuarbeiten. Das Konzept für ein Monitoring Nachhaltiger Entwicklung berücksichtigt nicht nur die in der Strategie enthaltenen Indikatoren, sondern auch solche, die auf europäischer Ebene verwendet werden.

Dieses in einem breiten partizipativen Prozess erarbeitete Set an 82 Indikatoren für Nachhaltige Entwicklung beschreibt Bedingungen für nachhaltige Entwicklung für die Bereiche „Mensch/Gesellschaft“ und „Umwelt“. Sie werden, beginnend mit Ende 2007, regelmäßig erfasst und vom Lebensministerium publiziert.