Nachhaltigkeitsberichterstattung auf betrieblicher Ebene

Der Nachhaltigkeitsbericht bietet Unternehmen die Möglichkeit, die drei Aspekte Ökonomie, Ökologie und Soziales in einem Bericht zu integrieren. Der Nachhaltigkeitsbericht unterliegt dabei keinen standardisierten Vorgaben. Zwar gibt es die Guidelines der GRI (Global Reporting Initiative), die als Leitlinie für ein standardisiertes Vorgehen dienen können, doch obliegt es den Unternehmen, ob bzw. wie viele Punkte sie aus diesem "Kriterien-Set" auswählen und wie tief sie diese behandeln. So kann es sein,  dass Unternehmen zwar einen "Nachhaltigkeitsbericht" erstellen, sich aber nur sehr eingeschränkt mit dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen.

Ein guter Nachhaltigkeitsbericht setzt sich umfassend mit Kriterien, wie sie etwa in den GRI Guidelines vorgegeben sind, auseinander. Die Glaubwürdigkeit ist maßgeblich von der Transparenz abhängig, die Einbeziehung von Anspruchsgruppen ("Stakeholdern") ist dafür Voraussetzung. Die Qualität eines Nachhaltigkeitsberichtes leitet sich auch daraus ab, wie offen das Unternehmen Kommunikation mit den Anspruchsgruppen pflegt und dokumentiert. Besonders innovative Betriebe nützen ihre EMAS Umwelterklärung, um sie in Richtung Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen (Beispiel Österreichische Kontrollbank). Im Fokus dabei steht die Transparenz, die z.B. durch Bündelung mehrere ähnliche "Parallel-Berichte" erhalten werden kann. Die Nutzung von Synergien und höhere Effektivität hinsichtlich Aufmerksamkeit bei der Öffentlichkeit und den Anspruchsgruppen sind dadurch möglich. Der Nachhaltigkeitspreis ASRA (Austrian Sustainability Reporting Award) wird jährlich als Auszeichnung der besten Nachhaltigkeitsberichte österreichischer Unternehmen vergeben. Verliehen wird dieser von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder in Kooperation mit dem Lebensministerium, der Industriellenvereinigung, dem Umweltbundesamt, respACT – Austrian Business Council for Sustainable Development, der Wirtschaftskammer Österreich, der Österreichischen Kontrollbank, der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik und dem Standard. Das Umweltbundesamt ist seit 2003 in der Jury des ASRA vertreten.