Bestandsrückgänge, Arteneinbußen und Ausrottung von Pflanzen

Das fortschreitende Verschwinden unserer Pflanzenarten wird dokumentiert

Biotopzerstörung und -veränderung sind als Ursachen der Schädigung und Vernichtung von Pflanzenvorkommen von überragender Bedeutung.

 

In der oft sehr engen Bindung der Pflanzenarten an bestimmte Biotop- und Vegetationstypen liegt deshalb ein entscheidender Schlüssel für das Ausmaß und die Ursachen der Gefährdung der Arten.

 

Das Gesamtbild, das sich aus den Roten Listen gefährdeter Pflanzen ergibt, ist Besorgnis erregend. Bei der am besten erforschten Pflanzengruppe, den Farn- und Blütenpflanzen, scheinen über 60% der Arten in den Roten Listen auf!

  • 1,2% der ehemals heimischen Farn- und Blütenpflanzen sind in Österreich bereits ausgerottet, ausgestorben oder verschollen (Stufe 0);
  • 33,4% sind im gesamtösterreichischen Maßstab aktuell gefährdet (Stufen 1 bis 3);
  • weitere 20,7% sind regional, d.h. in einem, wenn nicht mehreren der großen Naturräume Österreichs aktuell gefährdet oder verschwunden;
  • 5,6% sind wegen ihrer Seltenheit potenziell gefährdet (Stufe 4).

Auch bei Moosen und Flechten zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Bei den Großpilzen und Algen konnte jeweils nur eine Auswahl besser bekannter Arten beurteilt werden, so dass konkrete Aussagen noch nicht möglich sind; die Situation der Algen ist wegen des besonders großen Einflusses der Verschmutzung von Luft und Gewässern zusätzlich verschärft.

Infobox

Quellen

Niklfeld, H. et al. (1999): Rote Listen gefährdeter Pflanzen Österreichs. Grüne Reihe des Bundesministeriums für Umwelt, Jugend und Familie, Wien.