Grünes Band wächst näher zusammen

Geschützte Naturräume entlang des Grünen Bandes besser miteinander zu verbinden, ist Ziel des EU geförderten Projekts „DaRe to Connect“ („Wage es zu verbinden“). Das Umweltbundesamt erarbeitet als Projektpartner gemeinsam mit ExpertInnen aus Österreich, Deutschland, Kroatien, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien und Ungarn Strategien für den Erhalt von grenzüberschreitenden ökologischen Korridoren zwischen den Schutzgebieten.

 

Das Grüne Band Europas verbindet einmalige Naturräume, die sich auf dem Gebiet des ehemaligen „Eisernen Vorhangs" erhalten bzw. entwickelt haben. Um die Durchgängigkeit zwischen diesen Naturräumen zu verbessern, startete im Sommer 2018 das Projekt „DaRe to Connect“ unter der Leitung des deutschen BUND Naturschutz in Bayern. In diesem Projekt arbeiten ExpertInnen des Umweltbundesamtes in den nächsten drei Jahren gemeinsam mit zehn Partnerorganisationen an der Verknüpfung der bestehenden NATURA 2000 Gebiete. Dadurch sollen nicht nur die vielfältigen Ökosysteme entlang des Grünen Bandes geschützt, sondern auch ihr Nutzen für den Menschen, die sogenannten Ökosystemleistungen, erhalten werden.

Im Fokus der Österreicher: Das Dreiländereck Deutschland, Österreich, Tschechien

© BUND Naturschutz in Bayern, Fachbereich Grünes Band Kick off-Meeting in Nürnberg

Im Rahmen von „DaRe to Connect“ entwickeln die ExpertInnen des Umweltbundesamtes und der Universität Wien Methoden, durch die anhand von Satellitenbildern geeignete ökologische Korridore identifiziert werden können. Diese Methoden werden in sechs Pilotregionen erprobt und grenzüberschreitende Pilotmaßnahmen entwickelt. Darüber hinaus erarbeitet die österreichische Expertinnen-Einrichtung gemeinsam mit dem BUND Naturschutz in Bayern, Partnern aus Tschechien, ExpertInnen vor Ort und EntscheidungsträgerInnen in der Region Detailkonzepte für eine bessere Vernetzung des Grünen Bandes im Dreiländereck Bayerischer Wald- (D), Šumava (CZ) und Mühlviertel (AT). Die Gesamtergebnisse des Projekts werden in der gemeinsamen Strategievision „Green Belt in the Danube Region 2030“ gebündelt.

 

„DaRe to connect“ wird vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt und ist eines von europaweit 22 Projekten, die im EU-Donauraumprogramm („Interreg Danube Transnational Programme“) gefördert werden. Die Mittel dafür kommen aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Instrument für Heranführungshilfe (IPA).