Rote Listen gefährdeter Tierarten

© Kurt Farasin Laubfrosch.

Grüne Reihe des Lebensministeriums, Band 14/2

 

 

Rote Listen sind im angewandten Naturschutz ein unverzichtbares Werkzeug. Für den aktuellen Band wurden ausgewählte Tiergruppen vollständig neu bearbeitet: Kriechtiere, Lurche, Fische, Nachtfalter und Weichtiere.

 

Rote Listen haben in Österreich eine lange Tradition. Nach den Fassungen von 1983 und 1994 liegt nun im Rahmen der Grünen Reihe des Lebensministeriums eine vollständig neue Bearbeitung einer Serie von ausgewählten Tiergruppen vor. 

Mit dieser Neufassung wird ein umfangreicher Fundus an Daten und Befunden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Umweltbundesamt hat zwischen 1999 und 2001 ein neues Einstufungssystem entwickelt. Anhand von Gefährdungsindikatoren (z.B. Bestandssituation, Bestandsentwicklung, Habitatverfügbarkeit, Habitatentwicklung) wird eine nachvollziehbare Gefährdungseinstufung für jede Art ermöglicht. Die Verantwortlichkeit Österreichs für die Erhaltung der Art wird in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Erläuternde Kommentare geben zu vielen Arten Auskunft über Gefährdungsursachen, Schutzprioritäten sowie nötige Erhaltungsmaßnahmen.

 

Eine Voraussetzung für die Erhaltung der Artenvielfalt ist unter anderem, dass die am meisten gefährdeten Arten verlässlich identifiziert werden können. Die Risiken, die mit Eingriffen in die Natur einhergehen, müssen begründet abgeschätzt werden. Artenschutzprogramme müssen die richtigen Prioritäten setzen, wenn sie effektiv sein sollen. Die neuen Roten Listen liefern die Voraussetzungen dazu.

 

Zwei weitere Bände werden in dieser Reihe über die Roten Listen gefährdeter Tiere Österreichs folgen.