Günstiger Erhaltungszustand der Natura 2000-Schutzgüter

Empfehlungen für die Bewertung des günstigen Erhaltungszustandes von Lebensräumen und Arten liegen für Österreich vor.

Ziel der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) ist es, einen günstigen Erhaltungszustand der natürlichen Lebensräume und wildlebenden Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse zu bewahren oder wiederherzustellen“ (Art. 2).

Die FFH-Richtlinie definiert allgemein, was unter "günstiger Erhaltungszustand" zu verstehen ist (Art.1). Die Mitgliedstaaten brauchen jedoch eine genaue Beschreibung, was den günstigen Erhaltungszustand eines jeden einzelnen Schutzgutes ausmacht.

 

Unter der Leitung des Umweltbundesamt wurden nun Indikatoren und Schwellenwerte für die Lebensraumtypen und Arten des Natura 2000-Netzwerkes entwickelt, mit denen der Erhaltungszustand bewertet werden kann.

 

In der Umsetzung der Verpflichtungen, welche sich aus der FFH-Richtlinie und der über Artikel 7 der FFH-Richtlinie in das Natura 2000-Netz integrierten Vogelschutz-Richtlinie ergeben, spielt der „günstige Erhaltungszustand“ insbesondere für folgende Bereiche eine zentrale Rolle:

  • Vorschlag und Ausweisung von geeigneten Gebieten gemeinschaftlichen Interesses.
  • Festlegung von Erhaltungszielen für die Gebiete.
  • Festlegung von Erhaltungsmaßnahmen für die Schutzobjekte.
  • Beurteilung von Verschlechterungen und Störungen.
  • Beurteilung von Plänen und Projekten auf Verträglichkeit.
  • Monitoring der Gebiete.
  • Erstellung von Berichten.

Entwicklung von Kriterien, Indikatoren und Schwellenwerten zur Beurteilung des Erhaltungszustandes der Natura 2000-Schutzgüter

Der Bericht behandelt 80 Vogelarten, 91 (weitere) Tier- und Pflanzenarten und 65 Lebensraumtypen