Nationale Berichte

Berichtspflicht nach Artikel 17 FFH-Richtlinie

Die FFH-Richtlinie listet in ihren Anhängen Lebensraumtypen und Arten von gemeinschaftlichem Interesse auf, für welche Maßnahmen zur Wahrung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes zu setzen sind. Die wichtigsten Maßnahmen sind die Einrichtung des Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000 sowie Maßnahmen zum Schutz von Arten in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet.

 

Die FFH-Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten den Erhaltungszustand der jeweiligen Lebensräume und Arten innerhalb ihrer Staatsgrenzen zu überwachen. Nach europaweit einheitlichen und nachvollziehbaren Kriterien werden die in den Anhängen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie festgelegten Schutzgüter bewertet. Die wesentlichsten Ergebnisse dieses Monitorings müssen gemeinsam mit den Informationen über die in den Natura 2000-Gebieten gesetzten Erhaltungsmaßnahmen und deren Auswirkungen alle sechs Jahre in Berichten an die Europäische Kommission vorgelegt werden.

 

Auf dieser Grundlage arbeitet die Kommission einen zusammenfassenden Bericht aus, der eine Bewertung der erzielten Fortschritte darstellt. Der erste umfassende Bericht wurde von Österreich 2007 an die Kommission geschickt. Die Berichtsdaten aus den EU-Mitgliedstaaten wurden von der Europäischen Kommission zusammengestellt und sind auf der EIONET-Internetseite veröffentlicht.

Der zweite umfassende Bericht Österreichs 2013 (Berichtsperíode 2007-2012) liegt für 74 Lebensraumtypen sowie 209 Tier- und Pflanzenarten vor. Das Umweltbundesamt hat den Bericht für die Bundesländer vorbereitet. Dieser wurde unter Beteiligung zahlreicher ExpertInnen aus verschiedensten Institutionen ausgearbeitet. Wichtige Grundlagen waren u. a. die Biotopkartierungen der Bundesländer, Daten der österreichischen Waldinventur und Daten der Gewässerüberwachung. Insgesamt wurden rund 540.000 Datensätze zum Vorkommen der Schutzgüter berücksichtigt.

 

Im Vergleich zum Bericht 2007 (Berichtszeitraum 2001-2006) wurde die Liste der bewerteten Schutzgüter um jene, die durch die Osterweiterung der EU für Österreich Relevanz erlangten erweitert und auch die Bewertungsmethodik aufgrund der Erfahrungen beim Bericht 2007 EU-weit adaptiert.