Biodiversitätskonvention

Das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt wurde 1992 im Rahmen der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (Brasilien) zur Signatur aufgelegt.  Die Konvention beschränkt sich nicht auf eine einzelne Artengruppe oder auf eine bestimmte geographische Region. Es ist das erste Übereinkommen, dass sich global mit Natur- und Artenschutz beschäftigt und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung anstrebt. Dafür sind entsprechende soziale und politische Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Konvention trat 1993 in Kraft. Österreich ist seit 1995 Vertragspartei.

Ökosystemleistungen - Leistungen der Natur

Beim Versuch, Wirtschaft und Politik von der Notwendigkeit des Schutzes der biologischen Vielfalt zu überzeugen, wird die Erhaltung der Ökosystemleistungen als das am überzeugendste Argument gesehen. Die „ecosystem services“ wurden im Rahmen des UN Millenium Ecosystem Assessement thematisiert. Darunter versteht man Dienstleistungen, die von der Natur erbracht werden und vom Menschen genutzt werden, um sein Wohlergehen zu gewährleisten.

EU-Strategie zur Eindämmung des Biodiversitätsverlusts

Die Kommission legte 2011 eine neue Strategie vor, um in den kommenden zehn Jahren den Zustand der Biodiversität in Europa zu schützen und zu verbessern. Die Strategie umfasst sechs Ziele, die auf die Hauptursachen für den Biodiversitätsverlust eingehen und die die größten Belastungen für die Natur und die Ökosystemleistungen in der EU reduzieren, indem Biodiversitätsziele in wichtigen Politikbereichen verankert werden.  Auch die globalen Aspekte des Biodiversitäts­verlusts wurden berücksichtigt. Damit wird sichergestellt, dass die EU weltweit zur Bekämpfung des Verlusts an biologischer Vielfalt beiträgt. Die EU-Strategie dient auch der Umsetzung des globalen „Strategischen Plans zur Biodiversität 2011–2020". Die „Aichi-Ziele" wurden bei der 10. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt beschlossen.