Important Plant Areas

Ein internationales Konzept zum Schutz der Wildpflanzen der Erde

In der "Globalen Strategie zum Schutz der Pflanzen" haben sich die Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention dazu verpflichtet, die Hälfte aller für die pflanzliche Artenvielfalt bedeutenden Gebiete der Erde zu sichern. Important Plant Areas (IPA) sind keine neue Schutzgebietskategorie, sondern eine methodisches Konzept zur Erreichung dieses Ziels.

 

Die Teilnehmerstaaten werden damit angehalten, Prioritäten für den Schutz der Pflanzenvielfalt zu setzen und die Einhaltung der Verpflichtungen anhand konkreter Daten abzurechnen. Folgende Kriterien werden herangezogen:

  • überregional gefährdete Arten,
  • Endemiten und Subendemiten sowie
  • Artenreichtum und Gefährdung der wichtigsten Pflanzenlebensräume.

Ziel des IPA-Konzeptes ist es, in der ersten Phase die für den botanischen Artenschutz wichtigsten Gebiete der Erde zu identifizieren und bekannt zu machen. In der zweiten Phase soll der Schutz dieser Gebiete verbessert werden.

 

Die wichtigste Aufgabe des IPA-Konzeptes ist es, international vergleichbare Daten zu liefern. Diese sollen über den Stand der Einhaltung der Ziele der „Globalen Strategie zur Erhaltung der Pflanzen“ (GSPC) informieren. IPA sind damit ein Qualitäts-Prädikat der floristisch überregional bedeutsamen Gebiete eines Landes. Das IPA-Konzept liefert wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung bestehender Schutzgebietskonzepte und für die räumliche Prioritätensetzung von Naturschutzaktivitäten.

 

Europaweit haben bereits umfangreiche Aktivitäten eingesetzt. Important Plant Areas wurden bisher in Mittel- und Osteuropa identifiziert. IPA-Aktivitäten finden auch in Großbritanien und Italien statt.

 

 

Globale Strategie zur Erhaltung der Pflanzen (GSPC)

Beim sechsten Treffen der Vertragsstaaten bei der Biodiversitätskonferenz in Den Haag (2002) wurde die "Global Strategy for Plant Conservation" verabschiedet. Kernstück dieser Strategie ist der Schutz der Pflanzenvielfalt Europas. In der Strategie werden aber auch die nachhaltige Nutzung, der Vorteilsausgleich und der Aufbau fachlicher Kapazitäten mit berücksichtigt. Die Strategie umfasst 16 Ziele.