Forschungsplattform österreichische Hochalpen (High Alps)

© Uni Innsbruck

Die hohe Kompetenz der österreichischen Alpinforschung soll über die Forschungsplattform „High Alps“ in das europäische LTER-Netzwerk eingebracht werden. Die Umsetzung des MFRP-Konzeptes mit der Koppelung von Klein-Forschungsstandorten mit regionalen Ansätzen erweist sich hier als besondere Herausforderung.

Die Forschungsplattform österreichische Hochalpen umfasst das Ötztal vom Inntal bis an den Alpenhauptkamm. Die räumliche Abgrenzung stellt die Konzentration von Forschungseinrichtungen im hochalpinen Bereich dar. Viele der Forschungsstationen werden im Rahmen von Forschungsprojekten von der Universität Innsbruck betreut.

© Umweltbundesamt

Die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Strukturen der MFRPs „Eisenwurzen“ und „High Alps“ sind exzellente Fallbeispiele, da sie die notwendigen Kriterien für eine erfolgreiche Umsetzung verdeutlichen.

Neben dem Nutzungsinteresse durch nationale und internationale Forschungsprojekte sind das eine permanente Trägerschaft, ein zentrales Management und die langfristige Sicherung der Basis-Infrastruktur. Daher ist es nicht möglich, LTER alleine aus dem universitären Bereich oder über Einzelprojekte zu sichern.

Mehrwert der MFRP österreichische Hochalpen

Der Aufwand für den Aufbau der "MFRP High Alps" soll sich durch folgende Nutzeffekte und Mehrwerte rechnen, die ohne diese Plattform nicht zu erreichen sind:

  • Verbesserte Zusammenarbeit und Interdisziplinarität bei der Erforschung von Gebirgsregionen auf nationaler Ebene und somit die Vermeidung von Doppelgleisigkeiten durch besseren Informationsstand
  • Kooperationsaufbau zwischen langfristig agierenden Institutionen (Umweltbundesamt, Bundesanstalten, Museen) und Institutionen mit kurzfristiger Planung (Universitäten)
  • Erhöhte Attraktivität für internationale Kooperationspartner durch koordinierte Infrastruktur und organisierte Datenbestände
  • Erhöhte Vergleichbarkeit von lokalen Forschungsergebnissen durch Abgleich mit internationalen Standards und Verfügbarkeit von Vergleichsdaten anderer Netzstandorte
  • Verbesserte internationale Sichtbarkeit der Kompetenz "Alpiner Raum: Mensch und Umwelt"
  • Umsetzung der Grundlagenwissenschaft im Sinne inter- und transdisziplinärer Forschung