Zielsetzung der Modellregion Eisenwurzen

In der Forschungsplattform Eisenwurzen wird das komplexe Wirkungsgefüge zwischen dem Naturraum, seiner historischen und aktuellen Nutzung sowie deren steuernden Größen erforscht. Unter Berücksichtigung überregionaler Rahmenbedingungen wie z. B. gobaler Wandel, Sozioökonomie etc. soll die wissenschaftliche Basis für ein nachhaltiges Management erarbeitet werden.

 

Das bedeutet:

  • Vernetzen, Harmonisieren und Fokussieren von Forschungsaktivitäten sowie Forschungseinrichtungen in der Region
  • Quer über Fachgebiete kooperieren - Interdisziplinarität
  • Enge Koppelung der Wissenschaft mit Regionalentwicklung, regionalen EntscheidungsträgerInnen, regionalen Ausbildungsstätten etc. - Transdisziplinarität
  • Nähe zu subjektiven und objektiven Bedürfnissen der regionalen Bevölkerung - Partizipation
  • Verstärktes Augenmerk auf Umweltgeschichte der Region, wie z. B. historische Landnutzung, Paläoökologie und deren Auswirkungen auf die aktuelle Situation
  • Abstimmung der räumlichen Auflösungen, mit denen einzelne Disziplinen arbeiten bzw. für die sie Daten besitzen, z. B. Zensus-Daten auf Gemeindeebene, um wechselseitige Bezugnahme zu ermöglichen
  • Erforschung ökologischer Langzeitprozesse in relevanten Lebensräumen: Primärproduktion, Kohlenstoffhaushalt, Stoffeinträge, Biodiversität, Störungen und Abschätzung von Entwicklungstendenzen bzw. -trends
  • Nutzung von Synergien durch Koppelung von (Umwelt-)Monitoring und Forschung
  • Nutzung der für die Langzeitforschung relevanten Vielfalt an Einrichtungen und Infrastrukturen für standortsübergreifende Analysen und Experimente („multi-site experiments“)
  • Erstellung von Entwicklungsszenarien und empirischen Modellen zu deren Prüfung (integrierte Modellierung, Ecosystem Assessment)
  • Entwicklung von Strategien für Sicherung, Austausch und optimale Nutzung von Daten, Informationen und Metainformationen zur Region

Mehrwert der Modellregion Eisenwurzen

Die Forschungsplattform „Eisenwurzen“ integriert ökologische und sozio-ökonomische Forschungsprojekte sowie Programme zur Umweltbeobachtung. Sie schafft einen „Kommunikationsraum“ für interdisziplinäre Forschung. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, komplexe Umweltprobleme im ökologischen und gesellschaftlichen Umfeld zu untersuchen.

 

Damit können auch von regionalen EntscheidungsträgerInnen motivierte Themen erforscht und ökologische Basisinformationen für die Region geschaffen werden.

Infobox

Downloads

LTSER-Plattform Eisenwurzen [PDF, 1.3MB]

LTSER-EW-MoU [PDF, 247KB]