Geoland

Geoinformationsdienste über Bodenbedeckung und Vegetation

geoland war ein internationales Projekt im Rahmen von GMES, das als "integrated project" innerhalb des sechsten Forschungsrahmenprogrammes der EU finanziert wurde und von 2004-2006 lief.

geoland konzentrierte sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Änderung der Landbedeckung in Europa,
  • Umweltbelastung in Europa und
  • Globales Vegetationsmonitoring.

 

Das Projekt umfasste 56 PartnerInnen aus 15 europäischen Staaten, die sich aus privaten und öffentlichen Bereitstellerinnen/-stellern von Daten und Dienstleistungen, wissenschaftlichen Organisationen und Universitäten und vor allem auch Datenbenutzerinnen/-benutzern zusammensetzten.

 

Das Umweltbundesamt beteiligte sich dabei als Datennutzer aktiv an der Konzeption und Produktgestaltung von geoland. Ziel von geoland war, Geoinformationsprodukte und Dienstleistungen in den Bereichen Bodenbedeckung und Vegetation zur Unterstützung von GMES zu entwickeln, die später in ausgewählter Form in operationelle Dienste ausgebaut werden sollen.

Zuverlässige Daten und einheitliche Standards - Herausforderungen von geoland

Die zentrale Herausforderung von geoland war aufzuzeigen, dass auf Erdbeobachtungsdaten basierende Produkte und Dienstleistungen professionelle EndnutzerInnen von Daten bei Berichtspflichten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene unterstützen können.

 

Es sollten vor allem die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz von Geoinfomationsprodukten demonstriert werden. Ein weiteres Ziel war, durch Schaffung einheitlicher Standards die Akzeptanz von Geoinformationsproduken zu fördern und die derzeit noch mit zahleichen unterschiedlichen Methoden arbeitenden europäischen Institutionen im Bereich Erdbeobachtung durch einen einheitlichen Ansatz zu integrieren.

geoland hat dabei ein breites Spektrum an europäischen Richtlinien und Bestimmungen adressiert:

  • Boden und Wasser (Wasserrahmenrichtlinie, Bodenschutzstrategie)
  • Naturschutz (Ramsar Konvention, Biodiversitätskonvention, NATURA 2000)
  • Raumplanung (European Spatial Development Perspective (ESDP), European Spatial Obervatory Network (ESPON))
  • Kohlenstoffkreislauf (Kyoto Protokoll)
  • Globale Veränderungen von Bodenbedeckung und Wald (UN Forum on Forest)
Projektstruktur - geoland Projektstruktur - geoland

In insgesamt acht Teilprojekten (observatories), welche sich auf spezielle Thematiken konzentrierten, wurden Konzepte entwickelt, um die vorhandenen Ressourcen an Erdbeobachtungsdaten in Kombination mit in situ-Daten optimal auszunützen. Mit bereits existierenden Modellen wúrden diese Daten in "vor-operationelle" Geoinformations-Dienstleistungen weiterentwickelt. Die Ergebnisse der "observatories" sollen zu einer effizienteren Implementierung europäischer Richtlinien und Bestimmungen in Bezug auf Landbedeckung und Vegetation dienen, können aber auch indirekt den Implementierungsprozess beeinflussen.